ÖFB-Cup von

Salzburg zittert sich ins Cup-Finale

Spätes 1:0 durch Jantscher entscheidet das Halbfinale gegen Hartberg

ÖFB-Cup - Salzburg zittert sich ins Cup-Finale © Bild: GEPA/Walgram

Red Bull Salzburg steht erstmals in der Vereinsgeschichte im Finale des ÖFB-Cups. Der Bundesliga-Tabellenführer feierte auswärts gegen das Erste-Liga-Schlusslicht TSV Hartberg einen harterkämpften 1:0-(0:0)-Sieg und wahrte damit die Chance auf das erste Double der Vereinsgeschichte. Jakob Jantscher bewahrte den großen Favoriten vor 3.600 Zuschauern im Hartberger Stadion mit einem späten Treffer (79.) vor der drohenden Verlängerung.

Die Salzburger behielten damit im Gegensatz zu ihrer zuvor einzigen Halbfinal-Teilnahme der Red-Bull-Ära (2007) diesmal die Oberhand. Die Steirer schrammten nur knapp an der zweiten Sensation nach jener im Viertelfinale gegen Sturm Graz (4:2-Erfolg nach Verlängerung) vorbei und kassierten die zweite Niederlage im Cup-Halbfinale nach jener 1995 (als Landesligist 0:1 gegen Leoben). Im zweiten Halbfinale empfängt am Mittwoch Titelverteidiger Ried Rekord-Cupsieger Austria. Das Finale geht am 20. Mai über die Bühne, in welchem Stadion gespielt wird, ist noch offen.

Salzburg-Trainer Ricardo Moniz nahm wohl auch im Hinblick auf das Sonntagsspiel gegen Rapid drei Umstellungen gegenüber dem 1:0-Sieg in Mattersburg vor. Martin Hinteregger, Rasmus Lindgren und Jonathan Soriano rückten für Franz Schiemer, Christoph Leitgeb und Stefan Maierhofer in die Startformation. Der Beginn verlief vor den Augen von Rapid-Trainer Peter Schöttel allerdings alles andere als nach Wunsch für die "Bullen".

Zweikämpfer aus Hartberg
Die Hartberger waren zweikampfstark, eng am Mann und versteckten sich auch keinesfalls. Salzburg-Goalie Alexander Walke musste nach 13 Minuten all sein Können aufbieten, um einen Mössner-Kopfball aus vier Metern nach Strobl-Flanke abzuwehren. Das war allerdings die einzige Topchance der Hausherren vor der Pause.

Die Salzburger erfingen sich erst nach etwas mehr als einer Viertelstunde etwas, blieben alles in allem aber vieles schuldig und konnten sich nur selten entfalten. Gonzalo Zarate schoss am langen Eck vorbei (18.), Hartberg-Tormann Jürgen Rindler rettete im Duell mit Jakob Jantscher zur Ecke (19.), ein Leonardo-Abschluss verfehlte das kurze Kreuzeck (30.) und bei der besten Aktion setzte Svento nach einer Jantscher-Idealflanke den kurz vor ihm aufspringenden Ball vom Fünfer in die Wolken (43.).

Kein sichtbarer Unterschied
Klasse-Unterschied zwischen dem Bundesligaführenden und Erste-Liga-Schlusslicht war vor dem Seitenwechsel jedenfalls keiner zu sehen. Nach der Pause standen die Steirer deutlich tiefer und beschränkten sich vorerst auf das Verwalten des torlosen Remis. Die Salzburger drückten auf die Führung, blieben aber im Abschluss glücklos. Ein Schuss von Soriano gleich nach Wiederbeginn (46.) ging genauso drüber wie ein Kopfball von Jantscher (58.).

Die Steirer blieben im Konter brandgefährlich. Rossmann spielte ideal auf Mössner, doch Walke rettete bei dessen Abschluss in höchster Not zur Ecke (63.). Moniz hatte daraufhin genug gesehen, versuchte mit dem Wechsel von Leitgeb für Lindgren neuen Schwung zu bringen. Wirklich überlegen waren die "Bullen" aber nicht, die in der Meisterschaft im Frühjahr noch sieglosen Steirer hielten das Spielgeschehen offen und trugen damit ihren Teil zu einer packenden Schlussphase bei.

Jantscher rettet Salzburg
Rindler rettete bei einem Soriano-Kopfball nach Jantscher-Freistoß mit einer Glanzparade zur Ecke (71.). Acht Minuten später war der Hartberg-Schlussmannn dann aber geschlagen. Mössner verlor den Ball nach einem Ferserl in der Mitte und nach Zuspiel von Svento traf Jantscher souverän ins lange Eck (79.). Der Mittelfeldspieler untermauerte mit seinem sechsten Tor in den jüngsten fünf Partien seine Topform.

Hartberg darf sich immerhin mit 50.000 Euro Startprämie trösten, die "Bullen" haben demgegenüber durch den Finaleinzug schon weitere 120.000 Euro sicher.

Reaktionen
Walter Hörmann (Hartberg-Trainer): "Die Mannschaft hat alles gegeben und gut gespielt. Wir hatten einige Chancen, aber auch Salzburg hatte hochkarätige Möglichkeiten. Wenn wir das 1:0 gemacht hätten, hätten wir vielleicht gewinnen können. Die Salzburger waren etwas abgeklärter. Schade, ich freue mich aber über die Leistung meiner Mannschaft."

Ricardo Moniz (Salzburg-Trainer): "Es war das erwartet schwere Spiel gegen einen starken Gegner. Wir haben uns sehr schwergetan, vor allem da wir es in der ersten Hälfte verabsäumt haben, das 1:0 zu machen. Dann bekommst du natürlich Probleme. Ich bin aber sehr froh, dass wir zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte den Finaleinzug geschafft haben. Es war ein Finale für uns und am Sonntag gegen Rapid gibt es das nächste Finale."

Jakob Jantscher (Salzburg-Torschütze): "Ich glaube, dass wir mehr Chancen hatten und verdient gewonnen haben. Aber ich muss Hartberg zur starken Leistung gratulieren. Es war der erwartet schwierige Gegner."

TSV Hartberg (Erste Liga) - Red Bull Salzburg Endstand 0:1 (0:0)
Hartberg, Stadion Hartberg, 3.600, SR Grobelnik

Tor: 0:1 (79.) Jantscher

Hartberg: Rindler - Kozissnik, Tauschmann, Miljatovic, Strobl -
Prietl, Rossmann (82. Rossmann) - Rakowitz, Adilovic, Fucek (72.
Gremsl) - Mössner (83. Friedl)

Salzburg: Walke - Schwegler, Sekagya, Hinteregger, Ulmer - Lindgren (65. Leitgeb), Svento - Zarate, Leonardo (88. Cristiano), Jantscher - Soriano (91. Maierhofer)

Gelbe Karten: Keine bzw. Svento, Jantscher

Kommentare

USA Tja , fast wäre es bergaufgegangen , da haben die plötzlich Spanien im Visier .
Na endlich , dann könnte man ja mal die USA dorthin Raten wo sie hingehören ( C++ ) .
Wäre zwar für den Rest der Welt nicht optimal aber wie sagt man , schlimmer gehts nimma .

Seite 1 von 1