ÖFB-Cup von

Ried ist gewarnt

Viertelfinalgegner LASK ist nur dem Namen nach ein Regionalligist

Rene Gartler, SV Ried © Bild: GEPA/Oberländer

Vor dem Cup-Viertelfinalduell zwischen der SV Ried und Regionalligist LASK am Mittwoch (20.20 Uhr/live ORF Sport +) sind die Favoritenrollen klar verteilt. Alles andere denn der Aufstieg wäre für den zweifachen Cupsieger (1998, 2011) aus dem Innviertel, der im Vorjahr erst im Finale am Doublegewinner Salzburg scheiterte, eine Blamage. Doch die von Karl Daxbacher trainierten Linzer liebäugeln mit der Sensation. "Im Fußball ist alles möglich", meinte LASK-Goalgetter Radovan Vujanovic.

Der 25-fache Saisontorschütze in der Regionalliga Mitte, wo der LASK nach dem Zwangsabstieg in der Vorsaison einen Punkt hinter Leader Pasching lauert, betonte aber auch, dass es sich beim Cup nur um einen Bonus handelt: "Die Meisterschaft und der Aufstieg sind für uns noch wichtiger."

Ried akzeptiert Favoritenrolle

Die Rieder, die Kufstein (4:1), St. Florian (1:1, 5:4 i.E.) und mit viel Mühe die Wiener Viktoria von Toni Polster (1:0) eliminierten, in der Bundesliga zuletzt mit 3:1 beim WAC siegten, wollen die Favoritenrolle annehmen. "Unser klares Ziel ist, in die nächste Runde weiterzukommen, zumal wir aus den letzten Jahren wissen, wie schön es ist, im Cup-Finale zu stehen", erklärte Trainer Michael Angerschmid.

Auch Tormann Thomas Gebauer zeigte sich "überzeugt, dass wir am Mittwochabend als Sieger vom Platz gehen". Wenngleich er zu bedenken gab: "Wir wissen, dass diese Mannschaft nichts mit einem Regionalliga-Team zu tun hat und viele Spieler mit Bundesligaerfahrung dabei sind."

LASK mit Erfahrung gespickt

Tatsächlich finden sich in den Reihen der Linzer Namen wie Babic (Leverkusen, Hertha, Saragossa), Fabiano (Rapid, Wacker Innsbruck), Harding (Rapid), Hieblinger (GAK, Ergotelis) oder Klapf (Wr. Neustadt), die allesamt über Oberhaus-Erfahrung verfügen. Über dem Einsatz des 32-jährigen kroatischen Stars Babic, der auch schon in der Champions League spielte, steht wegen einer Oberschenkelblessur allerdings ein Fragezeichen.

LASK-Coach Karl Daxbacher, der 2009 noch mit der Austria den Cuptitel holte, könnte sich mit dem Aufstieg zwei Tage nach seinem 60. Geburtstag ein verspätetes Geschenk machen. "Wichtig ist, dass wir relativ frei aufspielen, um unser vorhandenes Potenzial ausschöpfen zu können", betonte der Niederösterreicher. "Neben einer guten taktischen Einstellung kommt es auf eine gute fußballerische Tagesform an. Und wir müssen einen kühlen Kopf bewahren."


SV Ried - LASK Linz:
(20.20 Uhr/live ORF Sport +, Keine Sorgen Arena, SR Krassnitzer)

Ried: Gebauer - Ziegl, Reifeltshammer, Riegler - Hinum, Hadzic, A. Schicker - Walch, Nacho, Meilinger - Gartler
Ersatz: Schober - Karner, Möschl, Baumgartner, Burghuber, Grössinger, Vastic, Hammerer
Es fehlen: Schreiner, Trauner (rekonvaleszent), Reiter (Leistenverletzung), Carril (nach Verletzung)

LASK: Pervan - Takougnadi, Hieblinger, Kobleder, Klapf - Kogler, Babic, Harding, Freudenthaler - Vujanovic, Fabiano
Ersatz: Schörgenhuber - Stadlbauer, Varga, Mustecic, Templ, Barry

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