ÖFB-Cup von

Groß gegen Klein

Bundesligisten treffen im Viertelfinale auf unterklassige Klubs. Die Rollen sind klar verteilt.

ÖFB-Cup - Groß gegen Klein © Bild: GEPA/Ort

Da es in sämtlichen Viertelfinal-Spielen im entging nur knapp einer Pleite. Die Wiener Austria, Meister Sturm Graz und Titelfavorit Salzburg haben heute Abend ebenfalls den Aufstieg in die Runde der letzten vier im Visier.

Für den 27-fachen Rekord-Cupsieger Austria Wien geht es im Auswärtsspiel um Revanche an Austria Lustenau, hat doch der aktuelle Erste-Liga-Tabellendritte aus Vorarlberg die Favoritner im Vorjahr im Viertelfinale mit einem 0:4-Heimdebakel gedemütigt.

Die Erinnerungen an den 19. April 2011 sind bei der Wiener Austria keine guten. Die 0:4-Heimblamage im Viertelfinale läutete vor knapp einem Jahr ein unruhige Zeit in Favoriten ein. Nun bietet sich für den 27-fachen Rekordcupsieger auswärts die Chance zur Revanche. Der Namensvetter aus Vorarlberg präsentierte sich im Frühjahr jedoch in bestechender Form.

Die Lustenauer halten nach sieben Runden im Frühjahr bei fünf Siegen und zwei Remis und reden damit auch noch ein Wörtchen im Aufstiegsrennen mit. Im Cup will der Zweitligist aus dem "Ländle" auf den Spuren des Vorjahres wandern. Nach dem Sieg in der Generali Arena qualifizierte sich Lustenau mit einem weiteren Erfolg gegen Kapfenberg als erster Club aus Vorarlberg für das Finale. Dort unterlag man der SV Ried im Wiener Happel-Stadion schließlich 0:2.

Sturm Graz "hochmotiviert"
Die Rollen vor dem Aufeinandertreffen zwischen Sturm Graz und dem TSV Hartberg sind klar verteilt. Alles andere als ein Erfolg des Meisters im rein steirischen Duell mit dem Schlusslicht der Erste Liga wäre eine faustdicke Überraschung. Die Grazer gehen nicht nur mit Heimvorteil ins Spiel, sondern holten sich zuletzt auch Selbstvertrauen in der Liga. Die Hartberger Formkurve ist eine Klasse tiefer für den Außenseiter hingegen weniger ermunternd.

Die Oststeirer haben nach sieben Runden im Jahr 2012 nur einen Zähler erobert. Zum Verhängnis wurde dies Kurt Garger, der als Trainer Anfang April von Walter Hörmann abgelöst wurde. Dieser war von Jänner 2007 bis Juni 2008 als Sportdirektor bei Sturm tätig. Der Abgang aus Graz war damals ein überraschender. Nun will er seinem Ex-Arbeitgeber in dessen Heimarena ein Bein stellen. Unterschätzen will man Hartberg bei Sturm keinesfalls.

Trainer Franco Foda kündigte trotz schwerer Aufgaben in der Liga mit Spielen gegen Salzburg und Rapid an, auf seine Bestformation zu setzen. "Von Schonung wird keine Rede sein. Wir treten gegen Hartberg mit der stärksten Mannschaft an, die uns zur Verfügung steht", kündigte der Deutsche an.

Internes Duell in Salzburg
Das EM-Stadion in Wals-Siezenheim ist Schauplatz des letzten internen Club-Duells im Österreichischen Cup. Dabei ist Bundesliga-Spitzenreiter Salzburg im Viertelfinale gegen die eigenen Juniors haushoher Favorit, der zweite Halbfinal-Einzug in der Red-Bull-Ära eigentlich nur noch Formsache. Doch das erklärte Ziel von Trainer Ricardo Moniz ist das Double mit den "Bullen", mit dem er Geschichte schreiben würde. Denn bisher ist es noch keinem Salzburger Verein gelungen, ÖFB-Cupsieger zu werden. Es ist übrigens das letzte Mal, dass es zu einem derartigen internen Club-Duell im Cup kommt. Der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) hat nämlich am 12. März dieses Jahres beschlossen, dass Zweitteams von Profimannschaften künftig nicht mehr am heimischen Pokal-Bewerb teilnehmen dürfen.