Sie erwischt den Bus immer

Ich freue mich, so viel bewegen zu können!

Sie erwischt den Bus immer © Bild: ÖBB/Philipp Horak

„Immer in Bewegung“ – auch Renate Lehninger (siehe Interview) ist täglich für die ÖBB unterwegs.

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Steckbrief

Name: Renate Lehninger
Tätigkeit: Postbuslenkerin
Einsatzgebiet: wechselnd

Das faszinierendste an Ihrem Beruf ist…

... der Einklang von Mensch, Maschine und Natur. Jeden Tag erlebt man so viel Neues, und den intensiven Kontakt mit den Menschen genieße ich besonders. Ich brauche die Abwechslung. Die bekomme ich über die Begegnung mit den Leuten, aber auch durch die Strecke, die ich fahre. Als Springerin ändert sich mein Einsatzgebiet häufig, und so bleiben die Tage für mich vielfältig. Fahrten durch die Natur sind fast wie ein bezahlter Kurzurlaub für mich, den ich in angenehmer Gesellschaft verbringen kann.

Ihr berufliches Highlight?

Ganz klar die Menschen, die ich jeden Arbeitstag ein Stück mitnehmen darf. Das beginnt schon, wenn die Schulkinder eilig in den Postbus stürmen. Da ist gute Laune schon am Morgen vorprogrammiert. Pssst: Außerdem genieße ich es, als Frau eine Uniform zu tragen. Während so viele andere Frauen vor dem Spiegel herumüberlegen müssen, mit welchem Outfit sie den Terminen des Tages gerecht werden, weiß ich immer schon, dass ich passend gekleidet sein werde.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus?

Als berufliche Frühaufsteherin ist der Sonnenaufgang quasi ein Extrabonus. Mit Freude starte ich meinen Postbus und in den Tag. Verkehr und Witterung sind dann entscheidend. Aber auch bei besten Bedingungen verlangt der Job ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein.

Haben Sie eine Lieblingsstrecke?

Als Springerin bekomme ich viel zu sehen und ich genieße diese Abwechslung, aber tatsächlich habe ich auch eine Lieblingsroute. Es ist die Strecke, auf die ich zuallererst eingeschult wurde.

Was mögen Sie daran besonders?

Die Leute und die Kinder. Da ich hier öfters unterwegs bin, kenne ich viele namentlich. Da herrscht einfach eine schöne Harmonie.

Worin bestehen die größten Herausforderungen als Postbuslenkerin?

Der Job ist sehr dynamisch. Man muss sehr selbstbewusst sein und natürlich auch verantwortungsvoll. Das sind Eigenschaften, die zu mir passen.
Die größte Herausforderung ist sicher, sich auf den Verkehr zu konzentrieren – immer wieder – und mit den verschiedensten Situationen im Straßenverkehr, der ja laufend variiert, zurechtzukommen. Auch die Witterungsverhältnisse gehören zu den großen Herausforderungen. Bei Glatteis im Winter ist man schon angespannter als im Sommer. Aber ich gehe sehr sorgfältig mit meiner Verantwortung um, damit alle sicher ankommen.

Oft herrscht Wirbel im Postbus. Stört Sie das in Ihrer Konzentration?

Eigentlich nicht. Nein. Es muss sich etwas tun im Bus. Das gehört dazu.
Wenn es einmal wirklich zu laut ist, kann ich das auch gut ausblenden.

Wie lange sind Sie schon Postbuslenkerin?

Ich mache das jetzt seit 8 Monaten. Es gefällt mir nach wie vor sehr gut. Ich kann nur sagen, es ist wirklich ein Beruf, der sehr glücklich macht, und auch als Frau kein Problem darstellt.

Würden Sie mit einem Bürojob tauschen wollen?

Nein, auf keinen Fall! Denn ich freue mich, so viel bewegen zu können!

TIPP:

Topjob für Mamas!

Wenn andere über ihre Work-Life-Balance klagen, kann ich nur zufrieden lächeln. Selbst mit zwei Kindern lassen sich Berufliches und Privates wunderbar vereinen. Es gibt keine Vor- oder Nacharbeitszeiten. Zu Hause kann ich dann vollkommen abschalten und auch gedanklich ganz bei meinen Kindern sein.


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