ÖBB reißen riesiges Loch ins Staatsbudget:
Bahn-Einnahmen könnten 2011 stark fallen

Bald nicht mehr als die Hälfte der Ausgaben gedeckt ÖBB sitzen derzeit auf 14 Milliarden Euro Schulden

Schon 2011 könnten die ÖBB-Einnahmen so stark fallen, dass sie nicht mehr die Hälfte ihrer Ausgaben decken kann. Dann würden aber die gesamten ÖBB-Schulden wieder an den Bund zurückfallen, schreibt der "Standard" unter Berufung auf die "hohe Beamtenebene" des Verkehrsministeriums. Das Ministerium dementiere das offiziell. Derzeit sind die ÖBB-Schulden "ausgegliedert" und werden nicht als Staatsschulden verbucht.

ÖBB reißen riesiges Loch ins Staatsbudget:
Bahn-Einnahmen könnten 2011 stark fallen

Laut Vertrag von Maastricht kann der Staat Schulden einem Staatsbetrieb zurechnen, wenn dieser aus eigenen Einnahmen mehr als die Hälfte seiner Ausgaben decken kann. Vor allem der ÖBB-Güterverkehrssparte Rail Cargo Austria (RCA) drohe aber "ein erhebliches Minderaufkommen bei der Schienenmaut". Die Einnahmen aus dem Infrastrukturbenützungsentgelt (IBE) könnte um einen dreistelligen Millionenbetrag fallen, so der "Standard". Insgesamt müssten die Einnahmen nicht aus den Absatzgesellschaften, sondern aus der ÖBB-Infrastruktur kommen und , so die Zeitung. Und deren Haupteinnahmen stammten aus den IBE und den ÖBB-Kraftwerken.

Die ÖBB hat 14 Mrd. Euro Schulden, das entspricht rund fünf Prozent des heimischen Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 280 Mrd. Euro.

(apa/red)