Occupy-Bewegung von

Chaos vor EZB in Frankfurt

Polizei räumt Demonstranten-Camp. Mehrere Beamte mit Farbe bespritzt

  • Bild 1 von 5 © Bild: AFP/Getty Images

    "Occupy"-Camp vor EZB geräumt

    Die Polizei hat das Zeltlager der bankenkritischen "Occupy"-Bewegung vor der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt geräumt.

  • Bild 2 von 5 © Bild: AFP/Getty Images

    "Occupy"-Camp vor EZB geräumt

    Viele der Demonstranten wurden von den Beamten herausgetragen.

Chaos vor der Zentrale der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt: Die Polizei hat am Mittwoch das Zeltlager der bankenkritischen "Occupy"-Bewegung geräumt. Nachdem die Aktivisten mehreren Aufforderungen, das Camp freiwillig zu verlassen, nicht folgten, fingen die Beamten an, die Bankenkritiker aus dem Camp zu führen. Doch die setzten sich kreativ zur Wehr.

Die Occupy-Anhänger, die seit acht Monaten mit dem Zeltlager in der Grünanlage vor der EZB gegen die Rolle der Finanzbranche in der Wirtschaftskrise protestieren, versammelten sich in der Mitte des Camps und machten ihrem Protest mit Trommeln und Pfeifen Luft. Einige Demonstranten bespritzten die Beamten bei der Räumung mit Farbe. Die Polizei wiederum zeigte um das Camp herum Präsenz mit Dutzenden Mannschaftswagen und Fahrzeugen.

Protestreiche Tage stehen bevor
Zuvor hatte die Stadt Frankfurt aus Angst vor Ausschreitungen während der angekündigten Proteste der kapitalismuskritischen "Blockupy"-Bewegung in den kommenden Tagen den Aufenthalt in dem Occupy-Camp verboten. Der Hessische Verwaltungsgerichtshof in Kassel hat das Verbot, das bis zum 20. Mai gilt, am Mittwoch bestätigt. Das seit vergangenem Oktober bestehende Protestcamp soll vorübergehend geräumt werden, um angesichts der geplanten sogenannten Blockupy-Proteste einen Sicherheitsbereich um die EZB einzurichten.

Unter dem Motto "Blockupy" haben rund 40 Organisationen für Mittwoch bis Samstag zu Protesten gegen die Krisenpolitik von EU, EZB und IWF in der Frankfurter Innenstadt aufgerufen. Unterstützt wird die Bewegung unter anderem von Occupy, den Gewerkschaften, des globalisierungskritischen Netzwerks Attac und von linken Initiativen und Parteien. Unter anderem will die "Blockupy"-Bewegung am Donnerstag Plätze in der Innenstadt besetzen und am Freitag die EZB und weite Teile des Bankenviertels lahmlegen.

Kommentare

Blockupy Putin wird seine Freude haben wenn er sieht wie in der EU mit System kritischen Menschen umgegangen wird. Angesichts dieser Vorgänge wird er jedem EU-Politiker der an seiner Führung Kritik übt vermutlich nur noch den Stinkefinger zeigen.

Seite 1 von 1