Obersteiermark von

Tödlicher Frontalcrash

Drei Tote und drei Verletzte bei einem schweren Unfall auf regennasser Fahrbahn

Verkehrsunfall in der Obersteiermark © Bild: APA/BFV Liezen/Schlüsslmayr

Bei einem schweren Verkehrsunfall am Montagnachmittag in der Obersteiermark sind drei Menschen getötet und drei verletzt worden, zwei davon lebensgefährlich, wie die Landespolizeidirektion Steiermark mitteilte. Laut einer Zeugenaussage war ein auf der B145 Salzkammergutstraße in Richtung Oberösterreich fahrender Pkw aus Bad Goisern auf der regennassen Fahrbahn ins Schleudern geraten und gegen einen entgegenkommenden Wagen aus dem Bezirk Liezen geprallt. Die Verletzten wurden mit Rettungshubschraubern ins UKH Salzburg geflogen bzw. mit einer Ambulanz ins LKH Bad Aussee gebracht.

Der Unfall passierte gegen 15.00 Uhr beim Weiler Lessern zwischen Pürgg-Trautenfels und Tauplitz. Das Ehepaar aus Oberösterreich war mit seinem Pkw in Richtung Heimat unterwegs gewesen und dabei ins Schleudern geraten. Das Auto prallte seitlich gegen einen entgegenkommenden Pkw aus dem Bezirk Liezen. Der 80-jährige Lenker war auf der Stelle tot, seine gleichaltrige Ehefrau erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Sie wurde von einem Rettungshubschrauber ins UKH Salzburg geflogen, wie Oberstleutnant Herbert Brandstätter vom Bezirkspolizeikommando Liezen auf Anfrage mitteilte.

Bekannte der Einsatzkräfte

Die Unfallopfer mussten von drei Feuerwehren mittels hydraulischem Rettungsgerät aus den Wracks geschnitten werden, "ein psychisch sehr belastender Einsatz für die Kameraden, noch dazu, wenn es Bekannte sind", so Einsatzleiter Albert Brettschuh, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Unterburg. Eines der Opfer soll Feuerwehrangehöriger gewesen sein.

Im zweiten Wagen wurde durch den Anprall der etwa 55 Jahre alte Lenker lebensgefährlich verletzt, seine etwa gleichaltrige Ehefrau erlitt schwere Verletzungen. Der Mann wurde ebenfalls mit dem Hubschrauber ins Schwarzacher Spital in Salzburg geflogen, die Frau ins LKH Bad Aussee gebracht. Das im Pkw mitfahrende ältere Ehepaar - laut Polizei Nachbarn des Lenkers und 77 bzw. 76 Jahre alt - wurde bei dem Unfall getötet.

Laut Brandstätter erwarte man sich von der Fotogrammetrie und dem Bericht eines Sachverständigen weitere Aufschlüsse. Am frühen Abend war die Bundesstraße noch gesperrt. Das Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreute die Angehörigen.

Kommentare

brauser49
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Unabhängig davon ob das Alter des Unfallenkers (80 !) hier eine Rolle spielt, frage ich ob man bis ans Lebensende autofahren darf? Vorschlag: ALLE Pensionisten (Fruehpensionisten besonders !!!) besuchen alle 2? Jahre den Amtsarzt um sich bestätigen zu lassen dass sie noch gut sehen und reagieren koennen. Das muesste doch ohne grossen Kosten- Buerokratie- und Zeitaufwand zu machen sein !

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Naja, unabhängig davon, dass in diesem Fall hier wirklich ein Pensionist beteiligt war, würde ich die Fahrtauglichkeit nicht nur auf die Alten festlegen wollen, denn meistens ist es dann doch so, dass wenn man einen alterstypischen Fehler feststellen will, wohl nur eine gewisse Zögerlichkeit auffindbar ist, aber darauf kann ich mich einstellen, ich rechne halt damit, dass der Greis vor mir nach dem Anfahren wieder abbremst weil er sich doch unsicher ist ob er es noch schafft dem Querverkehr zu entrinnen. Gefährlich sind vielmehr die, die die Quatsche am Ohr haben, manche auch noch mit der anderen Hand rauchend, was der Sache Zirkusqualität verleiht oder jene, die meinen ein Blinker sei kein Fahrtrichtungsanzeiger sondern eine Kurveninnenbeleuchtung und müsse erst eingeschaltet werden, wenn man sich schon im Abbiegevorgang befindet, man selbst weiß ja ohnehin wo man hin will. Oder die, meist jüngeren Genies, die meinen ,das schöne an uneinsichtigen Kurven sei, dass man sie schneiden kann. Mit anderen Worten, vor den ganz Alten fürchte ich mich nicht, vor den Idioten schon.

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In der Stvo gibt es einen Passus, der nennt sich Vertrauensgrundsatz. Daher muss ich eben NICHT schauen, was für Lenker in den Autos um einen herum sitzen. Wäre auch irgendwie unklug, Lenker eines Fahrzeuges verpflichten zu prüfen, wer sonst so in den Autos um einen herum sitzt. Die dafür benötigte Zeit und Aufmerksamkeit würde gleich mal die Unfallzahlen hinauftreiben. Um den Vertrauensgrundsatz aber auch auf ein Fundament zu stellen ist es notwendig, einen gewissen Standard für zum Lenken eines Fahrzeugs zugelassenen Zustand von Personen einzuhalten. Erfüllt jemand diesen Standard nicht, sei es auf Grund von Krankheit, allgemeinen körperlichen Merkmalen, Alter, Einfluss von Substanzen, Ablenkungen oder sonstige Gründe, hat er eben hintem Steuer eines sich bewegenden Fahrzeuges nichts verloren.
Was hilft es mir - wenn ich abgeschossen werde - dass es kein Betrunkener war, sondern nur ein Tattergreis ?

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