Oberösterreichischer "Train-Man" brach Schweigen endgültig: Kein Schlepperopfer!

26-Jähriger Mann kam aus Rumänien nach Österreich Unbekannter wurde am 12. März in Wels aufgegriffen

Oberösterreichischer "Train-Man" brach Schweigen endgültig: Kein Schlepperopfer!

Die Identität des so genannten Train Man in Oberösterreich ist geklärt: Es handelt sich um einen 26-jährigen Rumänen. Die rumänischen Behörden haben die Daten mittlerweile bestätigt. Der Mann ist nicht, wie bisher angenommen, ein Schlepperopfer, sondern dürfte selbst nach Österreich gekommen sein.

Der 26-Jährige habe erzählt, er sei mit dem Zug nach Österreich gereist. In Wien sei er ausgestiegen und habe sein Gepäck samt Reisepass verloren. Er äußerte keine Absicht, Asyl zu beantragen, sondern wolle wieder nach Rumänien zurück, sagte Heide Klopf von der Sicherheitsdirektion zur APA.

Der offensichtlich unbescholtene Mann wurde im rumänischen Zalau geboren. Dass er seine Herkunft so lange Zeit verschwiegen hat, begründete der 26-Jährige lediglich damit, dass er Angst hatte, seine wahre Identität preis zu geben. Er dürfte schwer traumatisiert sein.

Der Mann war am 12. März am Hauptbahnhof in Wels aufgegriffen worden. Er hatte keine Dokumente bei sich und zunächst kein Wort gesprochen. Der verwirrte Mann war dem Zugpersonal aufgefallen, als er mit der Bahn zuerst von Linz nach Salzburg und anschließend wieder zurückfuhr.

Tagelang sprach der Mann kein einziges Wort, seine Identität blieb ungeklärt. Da er offenbar traumatisiert war, wurde er in eine Nervenklinik in Wels eingeliefert. Schließlich erzählte er den Ärzten, er komme aus Moldawien, sei das Opfer einer Schlepperbande und mit einem Lkw nach Österreich gekommen. Einige Zeit später änderte er seine Angaben: Er komme aus Rumänien und sei mit dem Zug hergekommen. (apa)