Fakten von

Oberösterreicher machte sich im Internet an Kinder heran

Versuchte mit Fake-Profilen an Nacktbilder zu kommen

Ein 50-Jähriger aus dem Bezirk Wels-Land soll sich im Internet an 30 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 18 Jahren aus Österreich und Deutschland herangemacht und versucht haben, Nacktfotos von ihnen zu bekommen. Bei den Ermittlungen stellte sich dann noch heraus, dass er vor Jahren seine damals vierjährige Tochter missbraucht hat, so die Polizei. Der Verdächtige ist in Haft.

Der Mann soll laut Ermittlern von seinen jugendlichen Chat-Partnerinnen auf Socia-Media-Plattformen zunächst pornografische Aufnahmen verlangt haben. Wenn er keinen Erfolg hatte, verlieh er seiner Forderung mit Drohungen Nachdruck. In manchen Fällen führte das zum "Erfolg", manche Opfer brachen daraufhin den Kontakt ab oder erstatteten sogar Anzeige.

Opfer aus Deutschland brachte Fall ins Rollen

Ein Fall aus Ostdeutschland brachte die Ermittlungen ins Rollen: Der 50-Jährige hatte versucht, von einer Elfjährigen Nacktbilder zu bekommen. Sie erzählte das ihrer Mutter und diese erstattete Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Chemnitz, schilderte Ermittler Wolfgang Dirisamer vom Landeskriminalamt (LKA) Oberösterreich.

Die deutschen Behörden stellten rasch fest, dass es sich bei dem Täter um einen Österreicher handelt und schalteten ihre österreichischen Kollegen ein. Im Jänner wurde der Mann wegen Tatbegehungsgefahr festgenommen und seither hat das LKA in aufwendiger Kleinarbeit die Internet-Profile des 50-Jährigen unter die Lupe genommen.

Die Ermittler fanden heraus, dass er sich zumindest das gesamte Jahr 2017 und bis zu seiner Festnahme 2018 unter diversen Identitäten - alle mit eigener Legende und meist deutlich jünger, als er tatsächlich war - auf Social-Media-Plattformen herumgetrieben und versucht habe, mit Kindern und Jugendlichen in Kontakt zu kommen. Zudem fanden die Kriminalisten heraus, dass er vor acht Jahre seine damals vierjährige Tochter missbraucht haben soll. Der Verdächtige ist weitgehend geständig, laut Dirisamer wurde er bereits angeklagt.

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