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Was das Ergebnis der
OÖ-Wahl für Wien bedeutet

Rückenwind für die FPÖ - Wie sehr das Ergebnis die Wien-Wahl beeinflussen wird

Fakten - Was das Ergebnis der
OÖ-Wahl für Wien bedeutet © Bild: Profil Walter Wobrazek

Die Freiheitlichen können sich freuen, für sie bedeutet das Ergebnis der Oberösterreichischen Landtagswahl vom Sonntag Rückenwind für die Wien-Wahl in zwei Wochen. Auf Bundesebene hingegen muss sich vor allem die Kanzlerpartei SPÖ etwas überlegen, finden die Experten. Das Regieren wird für die beiden Koalitionsparteien nicht einfacher.

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Für die Wien-Wahl bedeutet der "Riesenerfolg" der FPÖ in Oberösterreich eine "Portion Rückenwind", dies sei aber absehbar gewesen, meinte Hajek. Die Ausgangslage in der Bundeshauptstadt sei jedoch grundsätzlich eine andere, denn Bürgermeister und SPÖ-Landesparteichef Michael Häupl sei hier deutlicher positioniert als etwa die SPÖ in Oberösterreich. Auch herrsche in diesem Wahlkampf stärker der "Duell-Charakter" vor. Bis auf den Rückenwind für die FPÖ sieht Hajek aber eine von Oberösterreich unabhängige Wahl in Wien.

SPÖ und ÖVP kommen nicht zur Ruhe

Die Koalitionsparteien SPÖ und ÖVP werden nun nicht zur Ruhe kommen. Hajek erwartet etwa innerparteiliche Vorwürfe, dass die Themen anders bearbeitet werden müssten. Er rechnet mit Konsequenzen in der Regierung, diese werden aber noch vom Wahlergebnis in Wien abhängig sein. Ungeschaut zur Tagesordnung überzugehen und weiterzumachen wie bisher, das sei nicht zu erwarten und passiere "nur dann, wenn einem das Wahlergebnis 2018 egal ist", so Hajek. Für die SPÖ ist das Ergebnis jedenfalls "eine Katastrophe", denn sie sei "mit Abstand drittstärkste Partei" geworden, so Hajek.

SPÖ und ÖVP auf Bundesebene müssen sich laut Polit-Berater Thomas Hofer (H & P Public Affairs) die Frage gefallen lassen, warum sie beim Thema Nummer eins - Asyl - nicht agieren oder so agieren, wie sie es tun. Die SPÖ habe sich in einem Kernland der Sozialdemokratie innerhalb von zwei Wahlgängen nun mehr als halbiert und stecke in einer "strukturellen Krise" mit "dramatischen Problemen". Sie sei in Oberösterreich "pulverisiert" worden, das müsse die Bundespartei ernst nehmen: "Da muss man sich wirklich was überlegen, sonst schafft man keine Nummer eins mehr auf bundespolitischer Ebene", wer auch immer künftiger Kanzlerkandidat bei der SPÖ wird. Dass in Oberösterreich vor der Wahl von einem "Duell um Platz zwei" gesprochen wurde, dazu stellte Hofer fest: "Wo ist das Duell? Da sind Meilen dazwischen."

Wien-Wahl wird Situation für SPÖ zurechtrücken

Die Wien-Wahl werde die Situation für die SPÖ wieder "ein bisschen zurechtrücken", meinte Hofer. Auch er sieht Häupl "geschickt für alle Anti-Strache-Wähler positioniert": "Das kann er mit einem geschickten Wahlkampf für sich nutzen."

Asyl nicht einziger Grund für starke FPÖ

Die starken Verluste allein mit dem Asylthema zu erklärten, das wäre zu einfach. "Ja, dort hat es sich zugespitzt, aber das hängt auch zusammen mit dem Arbeitsmarkt, den Nicht-Entscheidungen bei der Bildungspolitik oder dem Gesamterscheinungsbild der Bundespolitik", so Hofer. 2018 könne man sich nicht mehr auf das Asylthema ausreden, dann werde es darum gehen, wie man regiert oder nicht regiert hat, meinte Hofer.

Noch vor einem halben Jahr habe es geheißen, dass die Steuerreform großartige Zustimmung erreiche. Davon sei bei der gestrigen Wahl absolut nichts zu sehen gewesen, meinte OGM-Chef Wolfgang Bachmayer. Wichtige Multiplikatoren im Land wie etwa Wirte, viele Ärzte oder Bürgermeister seien mittlerweile sehr kritisch gegenüber der Bundesregierung eingestellt. Am Ergebnis sehe man, was das ausmacht, so Bachmayer.

Kommentare

Oliver-Berg
Oliver-Berg melden

Ich bin kein Blauer, aber wenn man die Alternative zu Häupl ansieht:
Grün wird unbedingt koalieren wollen, die Neos wollen mitspielen. Die größte Gefahr ist, dass sich Häupl bei 36 bis 37 % mit den Gründen um die 12 % und den noch ins Stadtparlament kommenden News mit knapp 6 % auf eine Ampel einigt. Da bleibt eigentlich nur mehr blau als wählbare Alternative. Schwarz wird einstellig werden.

gustigusti melden

Ich wähle Blau, und zwar nicht weil ich finde dass der HC ein leiwanderer Hawara ist und uns alle rettet, sondern weil es eine klare Botschaft hinausschreien würde, nach Europa, in die Welt, wenn Blau die absolute Mehrheit bekäme. Aber ich fürchte, wir als Volk sind noch nicht so weit. Rette sich wer kann.

immerwieder melden

der dicke, der wird sich samt seiner obergenial truppe aber sowas von wundern ... jesus maria auf dieses gesicht freu ich mich JETZT schon 1!!! :D

gustigusti melden

Verschreien Sie's ja nicht!

Biermeister Häupl beantwortet keine Briefe mehr. Ich meine er agiert nach dem Motto des guaden oiden Kaisers: Ned amoi ignorian, de Bagasch. Der mag seine Untertanen einfach nicht, die Aufsässigen.

....früher Mal gab es eine SPÖ…heute ist i.Bedarfsfall gar nicht erst jemand erreichbar, wenn es um Problemstellungen geht, schon gar nicht d.Meister der Bürger selbst. Im Familienrecht wurde d.Recht d.Kindes, also d.Recht d.Kindes auf Familie u.beide Elternteile, also d.Zukunft der neu ankommenden Menschen gar zur Gänze schon abgeschafft v.d.SPÖ. Der Niedergang d.SPÖ ist sohin bereits zementiert!

NEWS schreibt: Die Regierungsparteien agieren. Sie sollte aber regieren. Und auf die großen Probleme unseres Landes reagieren sie - oft verspätet oder falsch.
Ob die FPÖ das anders machen könnte - oder in der Lage wäre. Es isr anzuzweifeln.

christian95 melden

Was wird Häupl am Wahltag sagen?

NICHT MIT DER FPÖ.....

So wie vor ihm Pühringer in OÖ wird er auch an seinem Sessel kleben bleiben.

christian95 melden

Und wenige Wochen nach der verlorenen Wahl werden Häupl und Pühringer "Flughafenvorstände" im Proporz oder Bankdirektoren in Brüssel (wie Molterer); auf alle Fälle zum Dank mit hochbezahlte Jobs versorgt.....

Denksport melden

Die FPÖ ist natürlich gegen hochbezahlte Jobs, gell.

neusiedlersee melden

Das eben bezweifle ich sehr.
Wen nehmen wir denn dann? Bleibt nur der Stronach selber. Weil die Bande, die ihm zugelaufen ist,die denken nur an hohe Gehälter und schnelle Pensionen, wenn nicht an mehr, was dann vielleicht nicht ganz "koscher" ist.

giuseppeverdi melden

Es gibt noch eine Variante, die diese Vögel genauso erschreckt: Ich wähle schon seit langem die Partei, die nicht am Stimmzettel steht, nämlich keine von diesen G´frissern! Ich gehe zwar hin, aber mein Zettel bleibt weiß. Damit bekundet man Protest. Mit einer Stimme -egal für wen -legitimiert man diese Vögel so weiter zu machen wie bisher. Auch damit ist man Wechselwähler. Mit mir nicht mehr!!!

Häupl (SPÖ) und Pröll (ÖVP) regieren Österreich. Ihre beiden "Marionetten" dürfen den Medien erklären was die beiden entschieden haben...
Wer braucht in diesem kleinen Land neben der EU noch einmal 10 verschiedene Gesetzgeber? (92 hochbezahlte Regierungsmitglieder und über 770 Abgeordnete???

mani50 melden

90% !!! Der Österreicher wollen KEINE Flüchtlinge, WANN kapiert das die Regierung??

christian95 melden

Aber 54% in Oberösterreich wählen weiterhin SPÖ+ÖVP.
"Wir können machen was wir wollen, die Trotteln wählen uns eh wieder" sagte einmal ein kürzlich verstorbener Politiker beim Glaserl Wein; - und stimmts nicht? (Auch wenn er danach sofort nüchtern war und energisch bestritt so etwas gesagt zu haben)

carlos1958 melden

Nicht die Flüchtlingskrise, sondern die Unfähigkeit von SPÖ ÖVP Grüne machen den Wahlerfolg der FPÖ aus. Außerdem die realitätsfremde und Ignoranz der aktuell regierenden Parteien. Sich auf die Flüchtlinge ausreden ist nur ein verzweifelter Versuch, Schuldige zu suchen.

christian95 melden

100% richtig!
So wie die SPÖ+ÖVP die FPÖ schützen und dadurch eine Aufklärung im Hypoausschuss verhindern...
SPÖ+ÖVP stellen seit 2009 im Proporz Vorstand und Aufsichtsrat....
Figl, Raab, Kreisky & Co müssen im Gabe rotieren wenn sie sehen was ihre Nachfolger mit ihren Parteien und dem schönen Österreich anrichten.

neusiedlersee melden

Carlos, Sie haben, wie ich, auch leider auch keine Lösung für das Demokratie- und Regierungsproblem Österreichs. Denn nicht zu wählen ändert nichts.

Denksport melden

Ja, leider sind die Mehrheit unsere Politiker im Kastensystem ausgebrütet worden, und weil es da so wenig Auslauf gibt bleibt die Ratio und Velocitas anscheinend auf der Strecke. Am liebsten wären mir überhaupt keine Parteien sondern ein System, das viel näher an den Berufsgruppen und Sozialständen wäre.

neusiedlersee melden

Uje, lieber Denksport. Ein solches System hatten wir schon
einmal. Das ist aber sehr schlecht ausgegangen. Und es war wohl die bisher korrupteste und antidemokratischste Regierungsform Österreichs, die Monarchie ausgenommen,
überhaupt.

immerwieder melden

.. und wie meinte die grünenchefin so treffend?"die menschen waren mit der politik sehr zufrieden"..ja genau... sie WAAAAAREN es gute frau!!! vergangenheitsform !!!! zur kenntnis nehmen bitteschön , aber RASCH!!!!

christian95 melden

Wann werden es die Grünen begreifen, dass sie mit Glawischnig niemals großartig gewinnen werden.
Heute bei der vielen Umweltverschmutzung gibt es weiterhin als wichtigstes Thema für die Grünen: Auf die FPÖ hetzen und noch mehr Zuwanderung; das ist alles???? (SPÖ+Grüne sind die größten Hetzer im Land und wollen nicht einmal am Wahltag ein Ergebnis zur Kenntnis nehmen.)

Tavington melden

ampelmännchen, parkplatzchaos und mahü-desaster mögen sie auch.

gwgwgw melden

UND IN ZWEI JAHREN WIRD DIE MARIAHILFERSTRASSE EINE GROSSE BAUSTELLE, DA REISSEN WIR WIEDER ALLES WEG.......................... ES WIRD GEBAUT...DIE U-BAHN KOMMT DORTHIN. WEITERSO. WIR HABEN ES JA.

Denksport melden

So teuer wie die blaue Hypo wirds schon nicht sein.

11223344 melden

bester denksport, es war der schwarze pröll der die hypo zurückgekauft hat und net die blauen, event. waren die roten sowieso mit dabei. immer schön bei der wahrheit bleiben, oder bist ein roter ????

neusiedlersee melden

Gab es da nicht einmal einen Herrn Haider, der die Hypo ... zu dem gemacht hat, was sie uns heute kostet. Der Pröll hat dann die Kosten dem Steuerzahler aufgehalst. Bei der Kommunalkredit war es nicht anders. Von wegen: bei der Wahrheit bleiben. Beides zusammen ~ 25 Milliarden Euro.

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