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Meningitis-Alarm in Welser HTL

15-jähriger Schüler im künstlichen Tiefschlaf. Er schwebt in Lebensgefahr.

Oberösterreich - Meningitis-Alarm in Welser HTL

Ein 15-jähriger Schüler einer Welser HTL ist an Meningitis erkrankt. Er wurde in künstlichen Tiefschlaf versetzt und schwebt in Lebensgefahr. Seine Klassenkollegen und Lehrer wurden vorsorglich mit Antibiotika behandelt. Das berichteten "Kronen Zeitung" und "Oberösterreichische Nachrichten". Der Spitalbetreiber "gespag" gab auf Bitte der Eltern keine näheren Informationen zu dem Fall heraus.

Wo sich der Schüler angesteckt hat, ist unklar. Er soll Samstagnachmittag über erste Symptome geklagt haben, Sonntagvormittag wurde im Klinikum Wels die Meningokokken-Infektion diagnostiziert.

Ein Hubschrauber flog den Patienten in die Landes-Frauen- und Kinderklinik nach Linz, wo er in künstliches Koma versetzt wurde. "Jetzt kann man nur abwarten, ob sich sein Kreislauf stabilisiert und angegriffene Organe sich erholen. Das kann bis zu einigen Wochen dauern", so Anästhesie-Primaria Gertraud Geiselseder im Gespräch mit der "Kronen Zeitung".

Mutter informiert Schule
Die Mutter des 15-Jährigen informierte sofort den Klassenvorstand ihres Sohnes. Daraufhin wurden alle 19 Klassenkollegen und 15 Lehrer des Jugendlichen zur Prophylaxe gebeten. "Wir haben dank der Handys alle Betroffenen noch am Sonntagnachmittag erreicht. Sie kamen sofort in die Schule und schluckten die Pillen", schilderte der Schuldirektor den OÖN.

Laut Klaus Schmitt, Leiter der Landeskinderklinik, habe ein Drittel der Österreicher die Krankheitserreger im Rachen. "Dennoch gibt es pro Jahr österreichweit nur 80 bis 90 Fälle von bakterieller Meningitis. Warum die Krankheit bei manchen Menschen ausbricht und bei anderen nicht, wird erst erforscht", so der Mediziner.