Obamas Wahlkampfbüro von

Anschlag vereitelt

Die drei Verdächtigen weisen Vorwürfe zurück: "Wollten nur Bier brauen"

Obamas Wahlkampfbüro - Anschlag vereitelt © Bild: APA/EPA/RIA Pool

Vor dem NATO-Gipfel in Chicago hat die Polizei mehrere geplante Brandanschläge unter anderem auf ein Wahlkampfbüro von US-Präsident Obama vereitelt. Drei junge Männer stehen unter Terrorverdacht. Bei den Festgenommenen seien Brandsätze und Waffen gefunden worden.

Die Anwälte der Männer wiesen die Vorwürfe zurück. Sie seien zwar Anti-NATO-Demonstranten. In den beschlagnahmten Behältern hätten sie aber lediglich Bier brauen wollen.

Tausende protestieren gegen die NATO
In den Wolkenkratzerschluchten Chicagos protestierten am Samstag Tausende gegen die NATO. Die größte Protestwelle wird für Sonntagmittag erwartet. Die Veranstalter haben zu einer Massendemo mitten im Zentrum aufgerufen und erhoffen sich Zehntausende Teilnehmer. Die Polizei verschärfte ihre Sicherheitsmaßnahmen nochmals drastisch. Rund 3.000 Beamte sind im Einsatz.

Zum bisher größten NATO-Treffen wird auch Bundeskanzler Faymann erwartet. Einige der Regierungschefs kommen direkt vom Gipfel der acht führenden Industrienationen (G-8) in Camp David bei Washington.

Debatte um Abzug aus Afghanistan
Die NATO will in Chicago die nächsten Schritte bis zum Abzug der Kampftruppen Ende 2014 aus Afghanistan konkretisieren. Zudem geht es um die militärische und finanzielle Unterstützung der Afghanen in der Zeit danach. Für Verstimmung sorgte zuletzt die Ankündigung von Frankreichs neuem Staatschef Francois Hollande, die französischen Kampftruppen bereits bis Jahresende abzuziehen. Frankreichs Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian bekräftigte dieses Vorhaben nach einem Treffen mit seinem US-Kollegen Leon Panetta in Washington. Er erwarte jedoch nicht, dass dies auf dem NATO-Gipfel "größere Probleme" schaffen werde, sagte Le Drian der Nachrichtenagentur AFP.

Großbritannien kündigte am Rande des G-8-Gipfels erstmals an, auch nach dem Abzug der internationalen Schutztruppe ISAF im Jahr 2014 eine kleine Zahl an Soldaten im Land behalten zu wollen, um den Terrorismus zu bekämpfen. Es gehe nicht um den Erhalt einer Kampftruppe am Hindukusch, sondern um "Training und Mentoring", und allenfalls eine "kleine Truppe" zur Bekämpfung von Terroristen, sagte ein Offizieller, der ungenannt bleiben wollte, der Nachrichtenagentur Reuters.

Kommentare

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... die staaten kenne ihre nazipolitiken genau... im westen herrscht bald lebensgefahr fuer alle die denken und ihre rechte kennen - ich mag das nicht - kann sich jeder vorstellen wie korrupt die unis dazu ausbilden muessen, dass die polizei tausende anzeigen von opfern zuruecklegt und im ps starken pkw mit neuestem funk durch die gegend gondelt anstatt was zu arbeiten und dabei noch jammert - och mag das nicht...

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Re: ... Die Sicherheitsvorkehrungen dürften ja drakonisch ausgefallen sein, die Regierenden dürften ja berechtigterweise eine Riesenangst vor dem Volk haben. Aber Hauptsache uns werden Bilder gezeigt wie sie sich ein Fussball-Match ansehen, man kommt sich schon ordentlich verarscht vor.

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