Obama baut seinen Vorsprung weiter aus:
Umfragen sehen ihn ganz klar vor McCain

Obwohl Republikaner in letzten Tagen aufgeholt hat Experten warnen jedoch vor voreiligen Schlüssen

Obama baut seinen Vorsprung weiter aus:
Umfragen sehen ihn ganz klar vor McCain © Bild: APA/EPA

Im Rennen um das US-Präsidentenamt hat der Demokrat Barack Obama seinen Vorsprung vor dem Republikaner John McCain wieder ausgebaut. Nach einer neulich veröffentlichten Umfrage führt Obama mit sechs Punkten bei 50 Prozent vor McCain mit 44 Prozent. Die positiven Werte für Obama folgen auf drei Tage, an denen McCain in Umfragen kontinuierlich Boden gutgemacht hatte.

Obama hat nun erstmals seit Beginn der langfristigen Erhebung vor 14 Tagen die 50-Prozent-Marke erreicht. Auch eine weitere Umfrage sieht Obama erstmals über 50 Prozent: Bei Rasmussen Reports hält der Senator aus Illinois bei 51 Prozent, McCain bei 45.

Der Demokrat habe seine Grundlage gefestigt, sagte der Meinungsforscher John Zogby. Vor allem bei jungen Menschen, Schwarzen und Bürgern aus dem spanischen-lateinamerikanischen Kulturkreis der Hispanics habe der Senator aus Illinois zugelegt. "Dass er die 50 Prozent erreicht hat, bringt ihn in die Gewinnzone." Der jüngsten Umfrage zufolge legte Obama gut zwei Wochen vor der Wahl am 4. November auch bei den für besonders wichtigen unabhängigen Wählern zu, hier führt er nun mit elf Prozentpunkten vor McCain. Zogby warnte jedoch vor voreiligen Schlüssen. Die Kandidaten lägen noch immer nah beieinander, sagte er.

Hochrangige Unterstützung für Obama
Obama hatte am Wochenende Unterstützung vom ehemaligen US-Außenminister Colin Powell bekommen. Der Republikaner hatte den demokratischen Kandidaten als eine Figur der Umgestaltung bezeichnet. Landesweite Umfragen sind in den USA nur ein grobes Maß, weil der amerikanische Präsident nicht direkt vom Volk, sondern indirekt über Wahlmänner nach getrennten Abstimmungen in den einzelnen Bundesstaaten bestimmt wird. (apa/red)