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"Wir werden den IS zerstören"

Obama zeigt sich im Kampf gegen Terror entschlossen - aber weiter keine Bodentruppen

Fakten - "Wir werden den IS zerstören"

US-Präsident Barack Obama hat den Amerikanern nach dem jüngsten Blutbad in Kalifornien seine Entschlossenheit zum Schutz der Bevölkerung zugesichert. In einer Rede an die Nation sagte er im Weißen Haus, die Bedrohung durch den Terrorismus sei "real". Aber die USA würden damit fertig werden.

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"Wir werden den IS und andere Organisationen zerstören, die versuchen, uns zu töten", sagte Obama. Der Sieg werde nicht von "starken Worten" abhängen, "sondern davon, dass wir stark und klug, widerstandsfähig und unerbittlich sind". Das US-Militär werde weiterhin Jagd auf "terroristische Verschwörer" machen, wo immer sie sich befänden.

Obama wandte sich vom Oval Office aus an die Öffentlichkeit - das hatte er zuvor in seiner Amtszeit nur zweimal getan. Konkrete Maßnahmen nannte er in der Ansprache nicht. Obama lässt nach eigenen Worten aber das Programm zur visafreien Einreise von Menschen aus einer Reihe von Ländern überprüfen.

Keine Bodentruppen nach Syrien oder in den Irak

Forderungen nach der Entsendung von Bodentruppen nach Syrien oder in den Irak erteilte er erneut eine Absage. Zugleich bekräftigte er seinen Aufruf, Muslime nicht mit gewalttätigen Islamisten gleichzusetzen. An den Kongress appellierte er erneut, den Zugang zu Sturmgewehren, wie sie die Täter von Bernardino benutzt hätten, zu erschweren.

Kritiker hatten Obama insbesondere nach den Anschlägen Mitte November in Paris und dem Massaker in Kalifornien vorgeworfen, die terroristische Bedrohung im eigenen Land zu unterschätzen. In San Bernardino hatte ein bewaffnetes Ehepaar am vergangen Mittwoch in einer Sozialeinrichtung 14 Menschen getötet und 21 verletzt, bevor es selber von der Polizei erschossen wurde.

"Neue Phase" der Bedrohung

Erstmals nannte Obama dieses Massaker direkt einen "Akt des Terrorismus, um amerikanische Menschen zu töten". Zugleich wies der Präsident aber darauf hin, dass es keine Hinweise auf eine Mitgliedschaft der beiden Täter in einer ausländischen Terrororganisation gebe. Er sprach von einer "neuen Phase" der Bedrohung. Terroristen würden sich jetzt weniger komplizierten Formen der Gewalt zuwenden, wie zum Beispiel die Schießerei in Kalifornien.

»Der IS spricht nicht für den Islam. Sie sind Verbrecher und Killer, Teil eines Kults des Todes«

Obama rief Muslime und muslimische Führer rund um die Welt dazu auf, gemeinsam gegen Auswüchse und Missbrauch ihrer Religion, gegen Gewalt und Hass aufzustehen. Zugleich machte er klar: "Der IS spricht nicht für den Islam (...) Sie sind Verbrecher und Killer, Teil eines Kults des Todes." Die Amerikaner müssten der Diskriminierung widerstehen. Man dürfe Muslime nicht anders behandeln als andere Menschen. Würden die USA diesen Weg gehen, "werden wir verlieren", warnte der Präsident. "Muslimische Amerikaner sind unsere Freunde, unsere Kollegen, und oft genug waren sie auch bereit, für unser Land zu sterben."


+++ WEITERE AKTUELLE EREIGNISSE +++


IS-Pläne über Aufbau des Kalifats veröffentlicht

Die britische Zeitung "The Guardian" hat Pläne des IS über den Aufbau ihres geplanten Kalifats veröffentlicht. Demnach wollen die Milizen in den von ihnen beherrschten Gebieten in Syrien und im Irak Ministerien errichten sowie ein Gesundheits- und Erziehungssystem aufbauen. Das wirtschaftliche Ziel sei die Unabhängigkeit vom Westen. Militärisch sei ausdrücklich der Einsatz von Kindern vorgesehen. Sie sollten an leichten Waffen ausgebildet werden.

Die Zeitung ist nach eigenen Angaben in den Besitz des 24-seitigen Papiers gekommen und dokumentiert dies in Arabisch, heißt es in dem Beitrag am Montag. Das Dokument sei von einem Geschäftsmann, der für den IS arbeite, an einen Wissenschafter als Mittelsmann weitergereicht worden. Entstanden sei das Papier etwa einen Monat, nachdem IS-Führer Abu Bakr al-Baghdadi im Juni 2014 das Kalifat ausgerufen habe, hieß es weiter.

17-jährige Schwedin in Österreich angezeigt

Die 17-jährige Schwedin, die am Weg nach Syrien in Wien festgenommen wurde, ist nun bei der Staatsanwaltschaft wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung angezeigt worden. Die mutmaßliche Jihadistin bleibe daher vorerst in Haft, sagte Polizeisprecher Roman Hahslinger am Montag laut ORF. Ohne die Anzeige hätte das Mädchen wohl freigelassen werden müssen.

Das Mädchen war in der Nacht auf Sonntag am Wiener Westbahnhof festgenommen worden. Es gebe keine Anhaltspunkte für "konkrete terroristische Aktivitäten", sagte Hahslinger. In der Einvernahme habe sie angegeben, keine Verbindungen zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu haben, wie dies ihre Verwandten laut schwedischen Medienberichten mutmaßten.

Die 17-Jährige gab laut Polizei an, sie habe sich in Österreich mit Freundinnen treffen wollen. Das Wiener Landesamtes für Verfassungsschutz forsche diese nun aus, sagte der Polizeisprecher. Offen blieb zunächst, ob die Behörden in Österreich nun tatsächlich ein Verfahren eröffnen, oder das Mädchen nach Schweden zurückgebracht wird. Die Eltern hatten in ihrer Heimat eine Abgängigkeitsanzeige erstattet.

Türkei: Luftangriffe allein reichen nicht gegen IS

Mit Luftangriffen allein kann die IS-Miliz nach türkischer Ansicht nicht aus Syrien vertrieben werden. Es sei eine schlagkräftige Truppe am Boden zur Unterstützung der gemäßigten Opposition nötig, sagte Außenminister Mevlut Cavusoglu. Zugleich rechtfertigte er die Entsendung türkischer Soldaten in die irakische Region um Mossul.

Die Türkei habe die Pflicht, ihre dort in der Ausbildung irakischer Einheiten tätigen Soldaten zu schützen. Iraks Ministerpräsident Haider al-Abadi hatte am Sonntag die Türkei aufgefordert, ihre in den Nordirak entsandten Truppen binnen 48 Stunden wieder abzuziehen. NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg schloss die Entsendung von Bodentruppen im Kampf gegen den IS aus. Es sei aber nötig, Anti-IS-Kräfte vor Ort zu stärken, sagte er. Der IS hält weite Teile Syriens und des Irak besetzt und hat dort ein Kalifat ausgerufen.

Assad-Truppen von US-Luftschlag getötet

Erstmals sind in Syrien Beobachtern zufolge bei einem mutmaßlichen Luftangriff der US-geführten Allianz in Syrien Regierungssoldaten getötet worden. Vier Angehörige des syrischen Militärs seien bei dem Angriff in der vom IS kontrollierten östlichen Provinz Deir al-Zor ums Leben gekommen, berichtete die der Opposition nahestehende Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. 13 weitere Soldaten wurden den Informationen vom Montag zufolge verletzt. In syrischen Regierungskreisen hieß es, bei dem Angriff habe es Opfer gegeben, mehrere Fahrzeuge seien zerstört worden.

Die US-Allianz greift in der Provinz immer wieder IS-Kämpfer aus der Luft an. Bei einem Einsatz in der Nacht zu Montag wurden der Beobachtungsstelle zufolge eine Frau und zwei ihrer Kinder getötet. Die Provinz Deir al-Zor verbindet Raqqa, der Hauptstadt des IS, mit den von der Extremistenorganisation kontrollierten Gebieten im Irak. Zugleich liegen in ihr Ölfelder, die zu den Haupteinnahmequellen des IS gehören.

Eagles of Death Metal und U2 in Paris

Die US-Rockband Eagles of Death Metal, die das Attentat auf den Pariser Konzertsaal Bataclan am 13. November hautnah miterlebte, soll nach jüngsten Angaben am Montag in die französische Hauptstadt zurückkehren. Nachdem die Band am Sonntag noch nicht beim U2-Konzert in Paris auftrat, solle dies nun einen Tag später geschehen. Eine offizielle Bestätigung lag aber weiter nicht vor. Bei ihrem ersten Konzert am Sonntag machten auch die Musiker von U2 auf der Bühne keine Angaben zu den Plänen. Am Montag treten sie erneut in Paris auf.

Die Band Eagles of Death Metal hatte im Bataclan ein Konzert gegeben, als islamistische Attentäter eindrangen und 90 Menschen töteten. Von den Musikern wurde niemand verletzt, allerdings wurde ein Verkäufer von Fanartikeln der Band getötet. Auch drei Mitarbeiter ihres Musiklabels Universal sind unter den Todesopfern. Die Gruppe brach nach den Attacken ihre eigentlich bis zum 10. Dezember geplante Europa-Tournee ab und kehrte in die USA zurück. Die Tournee soll nun im Februar fortgesetzt werden.

U2 war indirekt von der Anschlagsserie in Paris betroffen: Die Band sollte am 14. und 15. November in der französischen Hauptstadt auftreten, verschob nach den Attentaten aber die Konzerte auf Sonntag und Montag. U2 hatte die Eagles of Death Metal nach den Anschlägen persönlich unterstützt: Unter anderem kauften die irischen Rocker ihren US-Kollegen neue Handys und stellten ihnen ihr Flugzeug zur Verfügung.

Kommentare

Wieder so eine dümmlich Ankündigung wie "ich werde 'Guantanamo innerhalb eines Jahres schließen" (inzwischen sind bereits 7 Jahre vergangen und es ist noch immer offen) oder den historischen 'Siegeszug" im Irak oder auch Afghanistan. 'Wo dieses dumme Volk eingreift, gibt es nur Chaos pur!

@strizzi1949, wem bringt es keine Geld?? natürlich der Waffenlobby aller Länder, denn wenn beschlossen werden würde/könnte, weder Waffen noch Munition denen zu verkaufen, wäre bald FRIEDEN, Denn weltweit USA/FR/DE/RUS leben doch alle davon alles zu liefern oder zu testen,wer besser ist. Bisher dachte wohl keine Regierung daran ??
Tja ein simpler Pensionist hätte die Lösung, meine ich :-?

strizzi1949
strizzi1949 melden

Dieser Dampfplauderer nervt schön langsam ordentlich! Zuerst die Situation schaffen, dass die IS überhaupt entstehen konnt und dann abhauen aus der Region! Ohne Bodentruppen grht das nicht! Dieser Luftzirkus kostet jede Menge Geld und bringt nix! Das ist die reinste Alibihandlung! Was sind das für elendigliche Feiglinge!

Roy2010
Roy2010 melden

jede Menge Geld,-das ist Wichtig.

eine Weltmacht sein. Das ist nicht mal mehr ein schlechter Witz.

Obama soll bitte mal die Klappe halten. Er kriegt wirklich gar nichts auf die Reihe. Er kann den IS nicht zerstören da er keine Bodentruppen einsetzen will. Das aus zwei Gründen. Amerika kann sich nach Irak und Afghanistan keine militärisches Abenteuer mehr leisten, da es seit Jahren am Rande des Staatsbankrottes steht. Würde er es wollen das kriegt er nie durch diese Kammern das weis er. Das will

gustigusti melden

Obama wird es noch schaffen, dass der nächste Präsident ein Republikaner wird, und wenn man sich die Umfragen so ansieht, dann wird's The Donald. Oh die Ironie!

giuseppeverdi melden

Man stelle sich vor, ein ausgewiesener Idi..... wie der Trump einer ist, bekommt die Atomwaffen der Amerikaner in die Hand. Gott schütze dann diese Welt!

hama a bisserl den mund voll oder? pass lieber auf dass du dir net selbst weh tust.

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