Obama schließt keine Option aus: Auch ein Militäreinsatz im Atomkonflikt wäre möglich

Heftige Kritik an zweiter Urananreicherungsanlage Ahmadinejad kontert: 'Obama ist kein Atomexperte'

Obama schließt keine Option aus: Auch ein Militäreinsatz im Atomkonflikt wäre möglich © Bild: APA/EPA/Thew

Im Konflikt um das Atomprogramm des Irans hat US-Präsident Obama bekräftigt, eine diplomatische Lösung anzustreben. Eine militärische Lösung schloss er aber nicht aus. "Wir schließen keine Option aus, wenn es um die Sicherheit der USA geht", sagte er zum Abschluss des G-20-Gipfels in Pittsburgh. Er setze auf die Gespräche mit Iran am 1. Oktober in Genf. Er hoffe, dass der Iran einlenke.

Sollten die diplomatischen Bemühungen keinen Erfolg zeigen, werde man nach Sanktionen Ausschau halten, die wirklich wehtun, fügte Obama hinzu. Der iranische Präsident Ahmadinejad wies unterdessen die internationale Kritik an der zweiten Urananreicherungsanlage seines Landes als unbegründet zurück. "Wir halten alle Vorschriften der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) ein", sagte Ahmadinejad vor Journalisten in New York.

Er sei überrascht über die Aufregung, die die Nachricht ausgelöst habe. Schließlich habe der Iran die Behörde bereits vor einem Jahr über den Bau der Anlage unterrichtet, behauptete Ahmadinejad. Damit habe Teheran die IAEA sogar früher als vorgeschrieben aufgeklärt, sagte er. Seiner Darstellung nach verlangt die Aufsichtsbehörde in Wien lediglich, sechs Monate vor Inbetriebnahme einer neuen Urananreicherungslage informiert zu werden.

Obama kein Atomexperte
Zu dem Vorwurf von US-Präsident Obama, dass der Bauplan der neuen Anlage "nicht übereinstimmt" mit der für eine Anlage zur friedlichen Nutzung von Kernenergie, erwiderte Ahmadinejad: "Ich glaube nicht, dass Obama ein Atomexperte ist."
(apa/red)