Obama verschärft Gangart: Unabhängige Kommission soll Ölkatastrophe untersuchen

Erste Konsequenzen: Köpferollen in Washington Neu installiertes Absaugsystem verspricht Erfolg

Obama verschärft Gangart: Unabhängige Kommission soll Ölkatastrophe untersuchen © Bild: Reuters/Deryk

US-Präsident Obama will eine unabhängige Kommission zur Untersuchung der Ölpest im Golf von Mexiko einrichten. Das Gremium soll dem Präsidenten unterstehen und ähnlich wie bei anderen nationalen Katastrophen - etwa der Explosion der Raumfähre "Challenger" im Jahr 1986 - zusammengesetzt sein, sagte ein Regierungsmitarbeiter in Washington. Die Kommission soll demnächst vorgestellt werden.

Obama hatte "unerbittliche" Anstrengungen im Kampf gegen die Ölpest im Golf von Mexiko gefordert. Sichtlich verärgert sagte er, er werde "Verantwortungslosigkeit" nicht mehr tolerieren. Der Präsident kündigte eine Reform der Behörden an, die für die Ölförderung verantwortlich sind.

Erste personelle Konsequenzen
Der dramatische Ölunfall hat nun auch erste personelle Konsequenzen in Washington gefordert. Ein hochrangiger Mitarbeiter der US-Behörde für Rohstoffverwaltung, die wegen der Ölpest in der Kritik steht, nahm den Hut und ging in den Ruhestand. Die Behörde wird kritisiert, weil sie im Verdacht steht, zu laxe Sicherheitsstandards bei der Öl - und Gasförderung vorzugeben und zu eng mit der Industrie zusammenzuarbeiten.

Absaugsystem erfolgreich
Der Ölkonzern BP pumpt mittlerweile rund 318.000 Liter Öl am Tag aus der lecken Ölquelle im Golf von Mexiko - das ist doppelt so viel wie bisher geschätzt. Das in rund 1.500 Metern Tiefe angebrachte Saugrohr pumpe täglich schätzungsweise 2.000 Barrel Öl ab, teilte das britische Unternehmen in London mit.

Doch mittlerweile wurden auch an der Küste von Florida 20 Teerklumpen entdeckt. Aufseher des Fort Zachary Taylor Staatsparks in Key West hätten die Klumpen gefunden, berichtete der "Miami Herald". Nach Angaben der Küstenwache sollen die Fundstücke im Labor untersucht werden. Dort soll geklärt werden, ob der Teer im Zusammenhang mit dem Ölunfall steht.

Riesige Klagewelle im Anrollen
Nach dem Öl strömen nun auch die Advokaten an die Golfküste. Noch lassen sich die Schäden der Ölpest im Golf von Mexiko nicht einmal absehen, doch eines ist bereits klar: Die Katastrophe wird eine Klagewelle nach sich ziehen. Fischer, Hoteliers, Gastronomen und andere Dienstleister bis hin zu Frisören wollen für entgangene Einnahmen entschädigt werden. Der britische Energiekonzern BP, aber auch einige andere beteiligte Unternehmen müssen sich auf umfangreiche Entschädigungsansprüche vorbereiten.

(apa/red)

Kommentare

Unabhängige Kommission zur Untersuchung der Ölpest, unerbittliche Anstrengunge Teil 2:

Nachdem alle Versuche scheiterten, von Österreich aus Kontakte herzustellen, wird nun ein weiterer Versuch einer Kontaktaufnahme mit US Regierungsstellen angestellt.

Bedauerlicherweise konnte diese Lösung ( ECOOO-DRILL HOLE ) durch die Vorgangsweise des Rechnungshofs und anderer Institutionen bisher nicht im Detail ausgearbeitet werden.


http://so-for-humanity.com2000.at SFH- 2047

Unabhängige Kommission zur Untersuchung der Ölpest, unerbittliche Anstrengungen Teil1:

Mehrere Versuche sind gescheitert. Nun wird also rund ein Drittel des ausfliessenden Öls abgesaugt. Zwei Drittel rinnen noch immer aus.

Seit 30.4.2010 liegt ein in Österreich ausgearbeites Konzept für die dauerhafte Abdichtung des lecken Bohrlochs vor. Trotz mehrerer Versuche einer Kontaktaufnahme - auch mit der US Botschaft in Wien - war es bisher nicht möglich, in konkrete Gespräche einzutreten.

Das Konzept ECOOO-DRILL HOLE sieht zunächst die vollkommene grossflächige Abdichtung eines lecken Bohrlochs, aber auch die Sicherung bestehender Anlagen bei Tiefseebohrungen vor. Ein weitere Ergänzung bietet die Möglichkeit, im Falle eines Lecks das "gesamte" ausfliessende Öl abzusaugen.

http://so-for-humanity.com2000.at SFH- 2047

galileo2
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ja ja die amis wenns scheisse bauen, dann gleich ordentlich.

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Re: ja ja die amis BP ist ein britischer konzern, kein amerikanischer...

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Re: ja ja die amis ist das nicht wurscht????

Woodentree melden

Re: ja ja die amis Geografisch gesehen nicht.

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