Videospiele von

Wo bleibt Nvidia-Shield?

Innovative Kombo aus Konsole, Controller und Display noch heuer vor Europa-Release.

Nvidia Shield Hands-On MWC © Bild: NEWS.AT/Brandtner

Auf den ersten Blick sieht Nvidia Shield recht unspektakulär aus: Das Erscheinungsbild eines klobigen Xbox-Controllers täuscht aber über den Umstand hinweg, dass sich dahinter eine vollwertige mobile Spielkonsole verbirgt, die darüber hinaus auch noch PC-Spiele streamt. In den USA ist das Gerät bereits seit Sommer 2013 im Handel, in Europa noch immer nicht. Das könnte zum Problem werden.

Nach den Vorstellungen von Nvidia soll die Konsole die Lücke in einem Szenario schließen, in dem Spiele aus der Cloud genutzt über alle Plattformen hinweg - vom PC über den Fernseher bis zum mobilen Gerät - gespielt werden können. So kann "Shield" auch Spiele per Stream auf dem Fernseher wiedergeben und steuern sowie Games vom PC nutzen. In den USA ist Shield seit Juni 2013 im Handel und bezogen auf die verspielte Vielseitigkeit für rund 249 Dollar recht günstig.

Die Shield-Konstruktion hält Vieles aus: Auch Blödheiten :-)

Eigentlich recht cool...

Herzstück der Konsole ist der neue Grafikchip Tegra 4, der aus 72 Grafik-Kernen und 4 Rechenkernen (CPU) besteht sowie 2 GB Arbeitsspeicher und 16 GB Flashspeicher zur Seite gestellt bekommt. Das Android-Gerät auf Jelly Bean ist somit relativ leistungsstark und konnte das in einem kurzen Hands-On anhand einiger Android-Spiele und Steam-Streams auch unter Beweis stellen.

Nvidia Shield Hands-On MWC
© NEWS.AT/Brandtner An der Verarbeitung des Shield gibt es nichts auszusetzen.

Der aufklappbare 5-Zoll-Bildschirm gibt Inhalte in 720p (1.280 x 720 Pixel) sauber wieder, auch die Bedienung ist sehr komfortabel ausgefallen und im Prinzip 1:1 dem Referenz-Controller der Xbox360 nachempfunden. Hinsichtlich Konnektivität lässt "Shield" auch kaum etwas aus: WLAN 802.11n, GPS, Bluetooth, Mini-HDMI, Micro-USB und 3,5er-Klinke sind fix mit an Bord. Über Miracast kann das Display via WLAN sogar auf einen Fernseher gespiegelt werden.

Nvidia Shield Hands-On MWC
© NEWS.AT/Brandtner Sogar (Mini-)HDMI lässt Nvidia für seinen Handheld nicht aus.

...aber wie lange dauert das noch?

Das größte Problem in unseren Breitengraden ist jedenfalls der Umstand, dass es noch nicht mal ein Erscheinungsdatum gibt, obwohl Nvidia Shield bereits seit 2013 verfügbar ist. Auf dem Nvidia-Stand in Barcelona wurde man mit der Angabe vertröstet, dass es in Europa für rund 250 Euro noch heuer soweit soll.

Das wäre Nvidia auch anzuraten, denn alles andere könnte aus der Sicht eines üblichen Produktzyklus schon zu spät sein. Ein anderes Szenario könnte für Nvidia natürlich darin bestehen, überhaupt erst mit einem etwaigen Nachfolger von Shield in Europa an den Start zu gehen. Nutzern, die hierzulande jetzt schon unbedingt die Vorteile der smarten Controller-Konsole nutzen möchten, müssen vorerst - wie in "guten alten Zeiten" - zum rund 350 Euro teuren Import greifen.

Kommentare