Nur Ammann stoppt die Überflieger aus
Österreich: Schweizer siegt in Engelberg

Dahinter folgt ein ÖSV-Trio auf den Plätzen Schlierenzauer Zweiter, Morgenstern Dritter

Nur Ammann stoppt die Überflieger aus
Österreich: Schweizer siegt in Engelberg © Bild:

Der Schweizer Simon Ammann hat das Österreicher-Trio Gregor Schlierenzauer, Thomas Morgenstern und Andreas Kofler erfolgreich in Schach gehalten. Ammann übernahm mit dem zweiten Sieg im vierten Einzel-Weltcupbewerb der Saison von Schlierenzauer um zwei Punkte die Gesamtführung im Skisprung-Weltcup.

Schlierenzauer blieb in beiden Durchgängen knapp hinter Ammann und musste sich nach Sprüngen auf 136,5 und 132,5 schließlich um 2,2 Punkte geschlagen geben. Der 28-jährige Ammann sprang mit 137,5 und 133,0 zweimal Höchstweite und feierte seinen insgesamt zehnten Weltcupsieg. Schlierenzauer musste nicht nur die Führung in der Gesamtwertung abgeben, sondern sich auch noch hinsichtlich eines möglichen neuen ÖSV-Rekordes an Weltcupsiegen gedulden.

Am Samstag und Sonntag hat der 19-Jährige zwei weitere Chancen, sich mit seinem 26. Sieg von Andreas Felder abzusetzen und alleiniger ÖSV-Rekordhalter zu werden. "Ich bin nicht ganz zufrieden. Morgen werde ich versuchen, die kleinen Fehler nicht mehr zu machen, und vielleicht reicht es dann für ganz oben", erklärte Schlierenzauer, dem man seinen Sturz von Lillehammer keineswegs anmerkte. Für Samstag versprach er "vollen Angriff" auf Ammann, der Schweizer müsse sich "warm anziehen".

Morgenstern und Kofler stark
Neben Schlierenzauer boten auch Olympiasieger Thomas Morgenstern, der seinen zweiten Podestplatz der Saison einheimste, und Kofler mit seinem besten Resultat des Winters, Topleistungen. Allerdings hatten die beiden ÖSV-Athleten bereits über zwanzig Punkte Rückstand auf das Top-Duo. Morgenstern zeigte sich zufrieden mit dem Stockerlplatz, auch er sieht noch Verbesserungsmöglichkeiten. "Meine Sprünge werden immer stabiler, es gibt aber noch Luft nach oben", betonte der Kärntner.

Martin Koch als Elfter und Tournee-Sieger Wolfgang Loitzl, der nicht über Platz 17. hinauskam, komplettierten das starke ÖSV-Mannschaftsabschneiden. Für Deutschland gab es dagegen ein Debakel, als bester DSV-Sprinter landete Michael Neumayer an 20. Stelle. Ex-Weltmeister Martin Schmitt verpasste sogar die Qualifikation für das Finale der Top 30.

Endstand
1. Simon Ammann SUI 270,4 Punkte (137,5 m/133,0 m)
2. Gregor Schlierenzauer AUT 268,2 (136,5/132,5)
3. Thomas Morgenstern AUT 243,5 (132,5/125,0)
4. Andreas Kofler AUT 243,3 (132,5/126,0)
5. Björn Einar Romören NOR 241,5 (129,5/128,0)
6. Daiki Ito JPN 233,8 (126,0/127,5)
7. Harri Olli FIN 233,4 (130,5/122,5)
8. Emmanuel Chedal FRA 231,1 (126,5/125,5)
9. Dmitrij Wassilijew RUS 231,0 (125,0/127,5)
10. Kamil Stoch POL 230,6 (128,5/123,5)
11. Martin Koch AUT 229,7 (128,0/123,5)
12. Adam Malysz POL 228,4 (129,5/121,0)
13. Noriaki Kasai JPN 228,0 (125,5/124,5)
14. Andreas Küttel SUI 227,5 (128,0/122,0)
. Sebastian Colloredo ITA 227,5 (127,0/123,0)
16. Janne Ahonen FIN 224,7 (125,0/124,0)
17. Wolfgang Loitzl AUT 224,3 (123,5/125,0)
18. Jakub Janda CZE 222,5 (123,0/124,5)
19. Roar Ljökelsöy NOR 222,0 (129,0/118,5)
20. Michael Neumayer GER 221,9 (124,0/124,0)
21. Michael Uhrmann GER 220,4 (126,0/122,0)
22. Krzysztof Mietus POL 219,2 (127,0/119,5)
23. Shohhei Tochimoto JPN 216,6 (126,5/118,0)
24. Johan Remen Evensen NOR 214,6 (124,5/120,0)
25. Pascal Bodmer GER 213,8 (123,5/120,0)
26. Andreas Wank GER 209,7 (122,5/119,0)
27. Jan Matura CZE 207,3 (123,0/118,0)
28. Andrea Morassi ITA 203,8 (120,5/118,0)
29. Robert Kranjec SLO 203,5 (124,5/115,5)
30. Anders Jacobsen NOR 184,5 (124,0/108,5)


WELTCUP - GESAMTSTAND (4):
1. Simon Ammann SUI 244
2. Gregor Schlierenzauer AUT 242
3. Harri Olli FIN 166
. Andreas Kofler AUT 166
5. Thomas Morgenstern AUT 161
6. Björn Einar Romören NOR 159
7. Pascal Bodmer GER 149
8. Emmanuel Chedal FRA 125
9. Wolfgang Loitzl AUT 119
10. Adam Malysz POL 114
11. Michael Uhrmann GER 102
12. Kamil Stoch POL 80
13. Daiki Ito JPN 69
14. Robert Kranjec SLO 66
15. Johan Remen Evensen NOR 63
Weiter:
20. Martin Koch AUT 48
35. Manuel Fettner AUT 15


(apa/red)