Nullnummer im 278. Wiener Derby: Austria und Rapid trennen sich im Horr-Stadion 0:0

Meister bleibt damit weiter ohne einen Saisonsieg Austria hatte im chancenarmen Duell mehr vom Spiel

Das 278. Wiener Derby endete mit einer Null-Nummer, auch wenn die Austria dank einer guten zweiten Hälfte dem Sieg näher als die Hütteldorfer war. Zum ersten Mal seit 18. Mai 2003 gab es im Duell der zwei großen Rivalen kein Tor. Somit ist der regierende Meister auch nach der fünften Runde noch sieglos und stellte mit drei Punkten seinen "Rekord" aus dem Jahre 2001 ein.

Beide Mannschaft neutralisierten einander in dem verbissen geführten Match vor der Pause weitgehend, die ersten Chancen gab es knapp vor der Halbzeit für die Gastgeber, die nach Seitenwechsel dann zunächst das Kommando übernahmen, die wie angekündigt recht defensiven Hütteldorfer aber auch nur selten wirklich in Gefahr brachten. Rapid wiederum blieb in der Offensive alles schuldig, kam in der gesamten Spielzeit zu keiner einzigen nennenswerten Möglichkeit.

Den größten Jubel im gesamten Spiel und zwar von beiden Anhängergruppen im ausverkauften Horr-Stadion ernteten der Ex-Austrianer Christian Mayrleb und Pasching, als die 1:0-Führung der Oberösterreicher gegen Tabellenführer Salzburg verlautbart wurde. In der übrigen Zeit mussten sich vor allem die Austria-Fans mit ihren Schlachtgesängen begnügen, zum Feiern hatten sie ja wie auch ihre grün-weißen Kollegen nichts.

Die erste bemerkenswerte Szene in diesem enttäuschenden Derby war ein zumindest gelbwürdiges Foul von Radomski an Hoffer in der 13. Minute, das Referee Einwaller nur mit einer Ermahnung bestrafte. Die "Gelbe" zeigte er dann in der 20. Minute, als Pichlmann den Ball nach einem Freistoß von Lasnik mit der Hand ins Tor beförderte. Ein Kopfball von Katzer (über das Tor) nach einem Freistoß von Dollinger war die einzige halbwegs gefährliche Szene der Rapidler vor dem Austria-Tor (25.).

Die Violetten machten sich mit einem scharfen Flachschuss von Vachousek (37.), der in der Pause verletzt in der Kabine blieb, einem Kopfball von Pichlmann nach Flanke von Mila (Payer hielt/39.) und einem Schuss von Wallner genau auf den Rapid-Keeper (gleich darauf) bemerkbar.

Die Austria setzte Rapid nach Wiederbeginn zunächst unter Druck, wobei der neu ins Spiel gekommene Ceh mit zwei Freistößen (49./knapp daneben und 55./Payer reagierte glänzend) für die größte Gefahr sorgte. Der Schwung des Titelverteidigers ebbte allerdings bald ab und dann gab es nur noch einen guten Schuss von Pichlmann (knapp daneben) zu berichten. Immerhin durfte sich Georg Zellhofer über seinen ersten Punkt als Rapid-Trainer gegen die Austria freuen.

(apa/red)