Nulllohnrunde für Beamte gefordert: Claus Raidl will Beitrag des öffentlichen Sektors

NEWS: ÖVP-Wirtschaftsberater kritisiert die Lehrer "Öffentlicher Sektor kann nicht Krise durchtauchen"

Nulllohnrunde für Beamte gefordert: Claus Raidl will Beitrag des öffentlichen Sektors © Bild: APA/Techt

Eine Nulllohnrunde für Beamten auf Bundes-, Landes-und Gemeindeebene fordert ÖVP-Wirtschaftsberater Claus Raidl, Chef des Edelstahlkonzerns Böhler Uddeholm, in einem Interview in der neuen Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS. "Der öffentliche Sektor kann nicht im Schatten durch diese schlimmste Krise seit dem Zweiten Weltkrieg tauchen, ohne einen Beitrag zu leisten", begründet Raidl seine Forderung im Gespräch mit NEWS.

Im Zusammenhang mit der Diskussion um mehr Unterrichtsstunden kritisiert Raidl die Lehrervertreter für ihre "unflexible" Haltung und greift im NEWS-Interview auch Gewerkschaftsboss Fritz Neugebauer an. "Ich fürchte, dass die Lehrergewerkschaft für die ÖVP das ist, was die Eisenbahnergewerkschaft für die SPÖ ist. Nämlich der Ausdruck von Unflexibilität und Erneuerungsverhinderung", so Raidl in NEWS.

Raidl begründet seine Forderungen nach einer Nulllohnrunde im öffentlichen Sektor auch mit Sorge um den sozialen Frieden in Österreich. "Wenn der Eindruck entsteht, der öffentliche Sektor lebt gut auf Kosten der Privatangestellten, führt das quer durch alle Parteigrenzen zu Spannungen", so Raidl in NEWS. Sparmaßnahmen im öffentlichen Bereich stärken die Liquidität und dies sei derzeit wichtiger als die Kaufkraft, meint der ÖVP-Wirtschaftsberater im NEWS- Interview.

Die Geschichte lesen Sie im NEWS Nr. 14/09!