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NSU-Prozess kostete mehr als 30 Millionen Euro

Der NSU-Prozess gegen mutmaßliche deutsche Rechtsterroristen in Deutschland hat unter dem Strich mehr als 30 Millionen Euro gekostet.

Der Präsident des Münchner Oberlandesgerichts (OLG), Peter Küspert, bezifferte die bisher addierten Kosten am Donnerstag auf 27,5 Millionen Euro.

Diese Summe, darunter etwa die Kosten für Verteidiger und Nebenklage-Anwälte, sei aber noch nicht endgültig, voraussichtlich kämen am Ende nochmals einige Millionen Euro hinzu. Die Kosten des Ermittlungsverfahrens sind dabei nicht eingerechnet. "Gerechtigkeit hat ihren Preis", betonte Küspert ganz ausdrücklich.

In dem gut fünfjährigen Prozess ging es um die rechtsextreme Terrorserie, der zwischen 2000 und 2007 neun Einwanderer und eine deutsche Polizistin zum Opfer fielen. Die Hauptangeklagte Beate Zschäpe wurde im Juli zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt, vier Männer bekamen als Helfer und Unterstützer Gefängnisstrafen zwischen zweieinhalb und zehn Jahren.

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