Fakten von

NR-Wahl - SPÖ und ÖVP
fürchten sich nicht vor Pilz

Niedermühlbichler: "Wir orientieren uns an Inhalten und nicht an anderen Parteien"

Gelassen reagieren SPÖ und ÖVP auf die Kandidatur des Ex-Grünen Peter Pilz bei der Nationalratswahl. "Wir orientieren uns an Inhalten und nicht an anderen Parteien", fürchtet der rote Bundesgeschäftsführer Georg Niedermühlbichler keine Konkurrenz. Die schwarze Generalsekretärin Elisabeth Köstinger meint, Pilz biete genau das Gegenteil dessen, was das Land jetzt brauche.

In der Demokratie habe mit den notwendigen Unterstützungserklärungen jeder das Recht, bei einer Wahl anzutreten, meinte Niedermühlbichler gegenüber der APA. Was Konkurrenz für die SPÖ sei und was nicht, müssten letztlich die Wähler entscheiden - es gehe darum, wer welche Inhalte wie glaubwürdig präsentiere. Er sei überzeugt, dass SPÖ-Chef Bundeskanzler "Christian Kern die besten Ideen für Österreich hat", rührte der Bundesgeschäftsführer die Werbetrommel. "Er weiß, was er tut", argumentierte Niedermühlbichler mit Blick auf die Wirtschaftsdaten und positiven Entwicklungen bei den Arbeitslosenzahlen.

Vom hartnäckigen Gerücht, dass SPÖ-Mandatarin Daniela Holzinger bei Pilz andocken dürfte, lässt sich Niedermühlbichler ebenfalls nicht aus der Ruhe bringen, auch vor weiteren etwaigen Überläufern hat er keine Angst: "Jeder muss das für sich verantworten und muss wissen, welchen Weg er geht."

ÖVP-Generalsekretärin Köstinger meinte in einer schriftlichen Stellungnahme gegenüber der APA, Österreich habe mit der Pilz-Liste nun eine "echte Linkspartei wie in Deutschland". Es handle sich um eine "Mischung aus roten und grünen Politikern und Aktivisten", die "mit erwartbaren linken Positionen" in den Wahlkampf gehen werden, glaubt Köstinger. Sie befürchtet dabei etwa Forderungen wie Migrantenquoten, eine Senkung der Wochenarbeitszeit oder ein Wahlrecht für Ausländer. "Leider stellt diese Positionierung genau das Gegenteil dessen dar, was wir gerade jetzt in Österreich brauchen."

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