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Klubobleute verlassen
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NR-Wahl - Klubobleute verlassen
Liste JETZT © Bild: APA/ROBERT JAEGER

Die Klubobleute der Liste JETZT Rossmann, Zinggl, Noll, Cox und Zadic treten nicht mehr für die Partei an.

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Der siebenköpfige Klub der Liste JETZT ist beinahe zur Gänze in alle Winde zerstreut. Nachdem am Dienstag die Abgeordneten Bruno Rossmann, Wolfgang Zinggl und Alfred Noll angekündigte hatten, nicht mehr für die Kleinpartei zu kandidieren, folgten Stephanie Cox und Alma Zadic, die für die Grünen kandidieren will. Aus dem Klub hieß es zur APA, man werde dennoch bei der Nationalratswahl antreten.

Die Klubobleute der Liste JETZT, Bruno Rossmann und Wolfgang Zinggl, sowie JETZT-Mandatar Alfred Noll werden bei der Nationalratswahl im Herbst nicht mehr antreten. Das gaben die drei Abgeordneten am Dienstag in einer Presseaussendung bekannt.

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Die drei Parlamentarier erklärten, dass sie für die kommende Nationalratswahl als Kandidaten nicht mehr zur Verfügung stehen. "Wir sind von Anfang an nur für diese Legislaturperiode angetreten, haben das klubintern auch immer wieder betont und mit dem vorzeitigen Ende der Legislaturperiode endet auch unsere Tätigkeit", erklärten sie in der Aussendung. Die parlamentarische Arbeit werden sie "bis zum Ende der Legislaturperiode engagiert weiter führen", hieß es.

Auch Abgeordnete Cox tritt nicht mehr an

Auch die JETZT-Sprecherin für Bildung, Digitalisierung und Gleichbehandlung, Stephanie Cox, wird bei der Nationalratswahl 2019 nicht antreten. "Ich will zurück zu meinen Wurzeln, zurück in die Welt des Unternehmertums", sagte Cox in einer Aussendung am Dienstagnachmittag.

»Zukunft als Unternehmerin«

"Nach langer Reflexion bin ich für mich zu dem Schluss gekommen, dass ich gesellschaftliche Herausforderungen in Zukunft als Unternehmerin anpacken möchte", so die Abgeordnete. Die Zeit für Projekte und Unternehmungen "abseits des politischen Tagesgeschäfts" hätten ihr als Parlamentarierin "schlichtweg gefehlt".

Mit dem Ausscheiden ihrer drei Parteikollegen Noll, Rossmann und Zinggl habe Cox Entscheidung nichts zu tun: "Ich habe viele Gespräche mit Familie, FreundInnen und Vertrauten geführt, aber die Entscheidung habe ich letztendlich für mich alleine gefällt."

Mandatarin Zadic kandidiert für die Grünen

Alma Zadic von der Liste JETZT wird für die Grünen beim Bundeskongress kommendes Wochenende kandidieren. Das kündigte sie in einem Facebook-Posting an. Gegenüber der APA nannte sie als ihr Motiv, ihre Ideen und ihre Vision weiter zu tragen.

Ihr Mandat im Nationalrat wird Zadic vermutlich weiter ausüben, allerdings vermutlich aus dem JETZT-Klub ausscheiden und "wilde Abgeordnete" werden, erklärte sie im Gespräch mit der APA. Für welchen Platz sie beim Bundeskongress antreten wird, ließ Zadic noch offen. Sie hoffe auf eine wählbare Position, die Entscheidung liege aber natürlich bei den Grünen.

Gespräch mit Grünen überzeugt

Zadic hatte sich eigenen Angaben zu Folge schon entschieden gehabt, nicht mehr für JETZT zu kandidieren. Gespräche mit Grünen hätten sie aber überzeugt, ihre Erfahrung aus der Politik und Gesellschaft für eine Kandidatur anzubieten.

Sie sei in die Politik gegangen, um sich für eine progressive Integrationspolitik einzusetzen, erklärte Zadic in ihrem Facebook-Beitrag. Dieses Ziel wolle sie auch weiterhin hartnäckig verfolgen und sich politisch "für ein Zusammenleben in Vielfalt einsetzen, wo jedes Kind unabhängig davon, woher es kommt, welche Religion es hat oder wie viel Geld seine Eltern am Konto haben, die gleichen und gerechten Chancen bekommt".


Sie sei überzeugt, dass die Grünen sich diesen Themen im Parlament widmen werden, und sie wolle einen Beitrag dafür leisten, "dass die Grünen wieder eine starke Kraft im Parlament werden, für diese gemeinsame Vision". Der Liste JETZT sei sie "unglaublich dankbar" für die großartige Zusammenarbeit, schließt Zadic ihr Posting.

Öffentliche Präsenz hatte die Neo-Grüne vor allem im BVT-Untersuchungsausschuss erlangt, in dem sie an der Seite von Peter Pilz engagiert JETZT vertrat. Grünen-Bundessprecher Werner Kogler hatte Zadic zuletzt schon seine Wertschätzung ausgedrückt. Die Konkurrenz ist freilich stark. So hatten unter anderen schon Global 2000-Funktionärin Leonore Gewessler und Journalistin Sibylle Hamann ihre Kandidatur für die Bundesliste angekündigt. Auch die frühere Tiroler Nationalratsabgeordnete Berivan Aslan will es versuchen.

Stern zu Zadic: Vertrauen enttäuscht

Maria Stern, Parteiobfrau von JETZT - Liste Pilz zeigte sich enttäucht von der Entscheidung von Alma Zadic: "Alma Zadic hat uns vor einigen Tagen informiert, dass sie in ihren Beruf als Rechtsanwältin zurückkehren will. Sie hat uns angeboten, unsere Kandidatur mit ihrer Unterschrift zu sichern. Weiters hat sie zugesichert, dass sie keiner anderen Partei angehören bzw. nicht für eine andere Partei antreten wird", heißt es in einer Aussendung.

»Ich bedaure, dass sie dieses Vertrauen enttäuscht hat«

"Alma Zadic war immer eine sehr gute Abgeordnete. Wir haben Ihr vertraut. Ich bedaure, dass sie dieses Vertrauen enttäuscht hat. Ich wünsche Ihr trotzdem alles Gute für Ihren weiteren Weg."

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