NR-Wahl von

Lugar und Fürst
kandidieren für die FPÖ

Strache präsentierte seine neuen Fixstarter für die Bundesliste

Robert Lugar, FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache und Susanne Fürst © Bild: APA/HANS KLAUS TECHT

Die FPÖ hat für Freitagvormittag zu einer Pressekonferenz geladen, bei der zwei neue Fixstarter für die FPÖ-Bundesliste präsentiert wurden. Wie bereits zuvor spekuliert, wird der als Klubobmann des Team Stronach zurückgetretene Robert Lugar für die FPÖ auf der Bundesliste für die Nationalratswahl kandidieren. Ebenfalls vorgestellt wurde die Rechtsanwältin Susanne Fürst.

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Bevor FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache den neuen Fixstarter verkündete rührte er noch ordentlich die Wahlkampf-Trommel: Die letzten Umfragen im August hätten gezeigt, dass die FPÖ offenbar Kopf an Kopf mit der SPÖ liege, wie Strache bei der Pressekonferenz mitteilte. Es werde auch durch die Umfragen ersichtlich, dass sich die Mehrheit der Österreicher klar wünsche, dass die FPÖ "sich in einer Regierungsbeteiligung wieder findet". Gegen die "Stillstandskoalition" wetterte Strache anschließend auch ausführlich. Jetzt, kurz vor dem Wahlkampf, würden SPÖ und ÖVP den Freiheitlichen inhaltlich de facto in vielen Bereichen recht geben. Als Themen sprach er unter anderem die Flüchtlingskrise, Integration, überfüllte Ambulanzen und das Verkehrschaos in Wien an. "Wir müssen uns genau ansehen, was von den Wahlkampffloskeln am Ende umgesetzt wird", sagte der FPÖ-Chef. Auch ein obligatorischer Seitenhieb auf ÖVP-Chef Sebastian Kurz blieb nicht aus: Hinter der Liste Kurz stehe laut Strache im Grunde auch nur die alte ÖVP und das würden die Wähler letztendlich auch bekommen.

Der Wahlkampf der FPÖ werde am 21. August mit den ORF-Sommergesprächen inoffiziell beginnen, sagte Strache. "Österreich hat genug unter Rot-Schwarz gelitten", teilte Strache abschließend mit.

Zurück zur FPÖ

Robert Lugar, bis vor wenigen Tagen noch Klubobmann des Team Stronach geht bei der Nationalratswahl für die Freiheitlichen ins Rennen. Lugar, er war auch bereits für das BZÖ als Abgeordneter im Hohen Haus, wird auf dem achten Listenplatz kandidieren.

"Natürlich ist Robert Lugar auch g'scheiter geworden", sagte Strache. "Er ist in seiner ursprünglichen und freiheitlichen Familie wieder herzlich willkommen", erklärte der Obmann zum neuen Klubmitglied. Im Anschluss an die Pressekonferenz soll Nationalratspräsidentin Doris Bures (SP) in einem Brief über den Wechsel informiert werden. "Ich kann keine andere Politik machen, denn ich bin im Herzen freiheitlich", meinte Lugar. Man habe sich ausgesprochen, teilte Strache mit.

Lugar kam ursprünglich über die FPÖ in die Politik, wo er Vize-Obmann des Rings freiheitlicher Wirtschaftstreibender Niederösterreichs war. 2008 zog er ins Hohe Haus ein, allerdings für das BZÖ. Unter anderem dort fischte Frank Stronach dann im Herbst 2012 so lange nach Abgeordneten, bis er ohne Wahl einen Klub im Parlament zusammen hatte, dessen Klubchef dann Lugar (mit zwischenzeitlicher Unterbrechung) wurde.

Wer ist Susanne Fürst?

Strache präsentierte am Freitag auch eine weitere neue Kandidatin - es handelt sich um Susanne Fürst, Vertreterin der FPÖ im ORF-Publikumsrat. Die Anwältin kandidiert auf Platz 7. Hinter Strache auf der Bundesliste auf Platz 2 findet sich der Zweite Nationalratspräsident und Bundespräsidentschaftskandidat Norbert Hofer. Strache rechnet damit, dass sechs bis neun Mandate über die Bundesliste erreicht werden.

Susanne Fürst ist seit 1999 für die Rechtsanwaltskanzlei "SCWP Schindhelm" in Wels tätig, seit 2002 auch als Rechtsanwältin und Partnerin der Kanzlei. Sie ist verheiratet und hat zwei Söhne im Alter von 10 und 12 Jahren. Der FPÖ fühle sie sich verbunden, weil sie das Wort Freiheit nicht nur im Titel trage, wie sie bei der Konferenz erzählt.

Kommentare

Eigendlich wollte die FPÖ es ja dem Basti gleichtun und "Wendy Night" ins Polit-Boot holen.. war Ihnen dann aber doch zu PoPo list isch ;)
Zudem hat eine Umfrage ergeben das es doch weniger "Reich und Schön" Anhänger gibt als bei der ÖVP vermutet ;)

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