Nationalratswahl 2017 von

FPÖ legt sich noch nicht
auf Regierungsbeteiligung fest

Kickl: 60 Prozent der Österreicher haben freiheitliches Programm gewählt

Nationalratswahl 2017 - FPÖ legt sich noch nicht
auf Regierungsbeteiligung fest © Bild: APA/ROBERT JAEGER

Die FPÖ legt sich nach der ersten Hochrechnung noch nicht darauf fest, unbedingt in die Regierung zu wollen. Generalsekretär Herbert Kickl interpretierte das Wahlergebnis als Auftrag zur Veränderung. Das wolle man auch umsetzen, ob in der Regierung oder in der Opposition.

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Kickl zeigte sich naturgemäß vom Abschneiden der Blauen mehr als zufrieden. "Zufrieden ist ein Hilfsausdruck, für den Zustand den ich gerade erlebe. Wir werden unsere Wähler nicht enttäuschen." Das Ergebnis zeige, dass die Österreicher Veränderungen wollen und die Freiheitlichen würden alles dafür tun, um diese Veränderungen zum Positiven für die österreichischen Staatsbürger herbeizuführen, so Kickl.

FPÖ-Parteizentrale
© News/Anna Gasteiger

Ob die FPÖ nun mit der Volkspartei oder mit der Sozialdemokratie eine Regierung bilden will, sagte Kickl nicht. Er meinte nur, "Politik ist nicht nur Mathematik". Fakt sei, dass nahezu "60 Prozent der Österreicher ein freiheitliches Programm gewählt haben", so der Generalsekretär in Anspielung auf den ÖVP-Kurs in Sachen Migration.

FPÖ
© News/Anna Gasteiger

Hofer: "Nur Partnerschaft auf Augenhöhe" denkbar

FPÖ-Vizeparteichef und Dritter Nationalratspräsident Norbert Hofer hat sich in einer ersten Reaktion erfreut über das "sehr, sehr gute Ergebnis" gezeigt. Er sei allerdings noch sehr gespannt auf das Endergebnis, sagte er im ORF-Fernsehen.

"Das Ergebnis dürfte so sein, dass viele Menschen für Veränderung gestimmt haben", sagte Hofer. "Diese Hoffnung zu erfüllen ist nun unsere Aufgabe." Zu den Koalitionspräferenzen der FPÖ wollte er sich noch nicht äußern. "Wenn dieses Wahlergebnis ungefähr eintreffen wird, sei "nur eine Partnerschaft auf Augenhöhe" denkbar, so Hofer.

Strache: "Wir werden mit allen reden"

FPÖ-Chef Heinz Christian Strache zeigte beim Einzug ins Medienzentrum in der Nationalbibliothek sehr wortkarg. Er meinte lediglich, dass die Freiheitlichen in ihrer Verantwortung "mit allen reden werden". Strache wurde von seiner Ehefrau Philippa begleitet.

Strache mit Frau
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Oö. FPÖ-Chef Haimbuchner für "Gespräche auf Augenhöhe"

"Ich bin sehr zufrieden und sehr glücklich", kommentierte der oberösterreichische FPÖ-Chef Manfred Haimbuchner die Hochrechnungen. Er wolle, dass man mit der FPÖ "Gespräche auf Augenhöhe" führe. "Die Menschen haben in Oberösterreich gesehen, dass mit der FPÖ was weitergeht." Über eine Koalitionspräferenz wollte er gegenüber der APA keine Angaben machen.

Im Falle einer schwarz-blauen Koalition stehe er aber für einen Ministerposten nicht zur Verfügung, bekräftigte er deutlich.

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