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NR-Wahl: Verfassungsschutz untersucht Überwachung von Journalisten

Hinweise auf Observation von Journalisten, die über Silberstein-Affäre berichtet haben

Das Wiener Landesamt für Verfassungsschutz hat Ermittlungen aufgenommen, ob Journalisten, die über die vom ehemaligen SPÖ-Berater Tal Silberstein beauftragten Facebookseiten gegen ÖVP-Chef Sebastian Kurz berichtet haben, observiert wurden, um deren Quellen offenzulegen. "Presse"-Chefredakteur Rainer Nowak bestätigte gegenüber der APA eine entsprechende Anzeige der zuständigen "Presse"-Redakteurin.

Die Journalistin machte nach der Veröffentlichung der ersten Berichte vor knapp zwei Wochen die Wahrnehmung, dass sie von einer Person verfolgt werde. Darüber hinaus wurde sie von Dritten darauf hingewiesen, dass sie möglicherweise oberserviert werden könnte. Am Donnerstag erfolgte in Abstimmung mit der "Presse"-Chefredaktion eine Anzeige gegen unbekannt.

Ähnliche Hinweise gab es auch in Richtung des Nachrichtenmagazins "profil", erklärte Chefredakteur Christian Rainer. Allerdings habe der beim "profil" mit der Geschichte betraute Journalist selbst keine Wahrnehmung punkto Überwachung gemacht.

Laut Krone.at nehme man die Angelegenheit im Büro des Verfassungsschutzes ernst. Es gebe demnach Verdachtsmomente, dass mehrere Journalisten von einer israelischen Securityfirma überwacht worden sein könnten, die in den vergangenen Wochen von vertraulichen Quellen Informationen über die Dirty Campaigning-Aktionen Silbersteins erhalten haben.

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