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Sozialpartner wegen Arbeiter-Angleichung im Clinch

WKÖ-Kärnten: "Nächtlicher politischer Amoklauf"

Der Nationalratsbeschluss zur Angleichung von Arbeitern und Angestellten mit den Stimmen von SPÖ, FPÖ und Grünen sorgt weiter für massiven Ärger in der Wirtschaftskammer, wo heute gleich mehrere Sparten ihren Unmut via Presseaussendungen kund taten. Und auch die Arbeitnehmervertreter klopften kräftig in die Tasten, allerdings um zu jubeln.

Arbeiterkammer-Präsident Rudi Kaske sprach von einer "richtigen und wichtigen" Entscheidung. Für GPA-Chef Wolfgang Katzian war der gestrige Donnerstag "ein guter Tag für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer".

Etwas gedämpft viel die Freude bei der Fraktion Christlicher Gewerkschafter (FCG) in Wien aus. Mit der Angleichung sei zwar eine Forderung der Gewerkschaften erfüllt worden, aber gleichzeitig sei die Sozialpartnerschaft "vor den Kopf gestoßen worden, so FCG-Landesgeschäftsführer Fritz Pöltl.

Ganz und gar nicht in Jubelstimmung sind die Sozialpartner von der Wirtschaftskammer. Petra Nocker-Schwarzenbacher, Obfrau der Sparte Tourismus, sieht in der Angleichung einen "unverantwortlichen, wahltaktischen Schnellschuss". Aus der Sicht von Alexander Klacska, Obmann der Sparte Transport, ist der gestrige Beschluss ein "Anschlag auf den Wirtschaftsstandort Österreich". Von einem "harten Schlag für viele heimische Unternehmen" sprach Bau-Innungsmeister Hans-Werner Frömmel. Und der Kärntner Wirtschaftskammerpräsident Jürgen Mandl ortet gar einen "nächtlichen politischen Amoklauf".

Die Arbeitgebervertreter betonten aber auch, dass sie bei der Angleichung gestern, Donnerstag, noch einige "Giftzähne" ziehen konnten. Sie verweisen auf die Übergangsfristen bei Kündigungsschutz und Entgeltfortzahlung und auf die Ausnahmen für Branchen mit starken saisonalen Schwankungen, wie etwa die Baubranche.

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