Deutschland von

NPD distanziert sich
von Ex-Pornostar

Ina Groll hatte mit einem schwarzen Darsteller Sex - deswegen will man sie nicht

Deutschland - NPD distanziert sich
von Ex-Pornostar

Ina Groll ist jung, blond und national. Eigentlich gute Voraussetzungen, um sich bei der rechtsradikalen Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) beliebt zu machen. Aber es gibt ein Problem: Ina Groll nannte sich bis vor kurzem auch Kitty Blair und arbeitete unter diesem Namen als Pornodarstellerin und Prostituierte bei Gangbang-Parties. Dabei kam sie auch in intimeren Kontakt mit einem schwarzen Darsteller. Ein No-Go in der Neonazi-Szene.

Vergangenen Herbst entdeckte Ina Groll ihre nationale Seite, beendete ihre Pornokarriere, legte sich Facebook- und Twitterprofil unter ihrem richtigen Namen zu und begann Dinge zu posten wie "Nationalismus darf auch sexy sein". "Mir geht es heute nicht mehr darum, meinen Körper, sondern volksfeindliche Politik zu enthüllen", ließ die Neo-Nationalistin verlauten.

Zu spät, wenn es nach manchen ihrer Volksgenossen geht. Wie die "taz" berichtet, regte sich auf einschlägigen Webseiten Widerstand gegen Grolls Anbiederung an die NPD. Und nicht nur, weil sie überhaupt Pornos gedreht und damit gegen das "traditionelle Bild der Frau" verstoßen hatte. Der besondere Vorwurf: Groll habe als Kitty Blair auch mit schwarzen Darstellern gedreht und diese "Rassenschande" sei inakzeptabel. Auch von "Verrat an der völkischen Idee" ist zu lesen.

Nationaler Widerstand

Plötzlich war die NPD also mit einem Aufstand der völkischen Basis konfrontiert. Bis dahin nahm man die Unterstützung der neu-bekehrten Nationalistin dankbar an. In Duisburg hatte Groll im Dezember für die NPD im knappen Weihnachtskleidchen geworben, auf einem Foto vom Politischen Aschermittwoch der Partei ist sie mit Udo Voigt, dem Spitzenkandidaten für die EU-Wahl, zu sehen. Er wirkt keineswegs unglücklich.

Inzwischen zogen die Rechtsextremen dennoch die Reißleine und erklärten Groll auf ihren Veranstaltungen zur Persona non grata. "In keinem Fall" dürfe Groll noch zu NPD-Veranstaltungen zugelassen werden, wurde per Stellungnahme verkündet. Und Kitty Blair aka. Ina Groll? Die nahm per Facebook Stellung: "Menschen die nur jammern und hetzen können und immer den anderen die Schuld für ihre eigene Unfähigkeit oder ihr Nichthandeln geben, die passen nicht in mein Leben..." erklärte sie. Späte Einsicht nennt man das wohl.

Kommentare

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Rassenschande?!? Scheint die NPD ist wirklich ewig gestrig. Eine Schande, dass USAEU rechtsradikale Putschisten in der Ukraine untersützt.

wintersun melden

Diese Schlägertypen in der Ukraine sind wahrscheinlich auch nur Mittel zum Zweck. Den ersten haben's bereits abgeknallt, vielleicht möchte man die Weste wieder "weiss machen".
Diese Geschichte mit der Flucht aus dem Cafe soll nämlich nicht wahr sein, er wurde scheinbar gezielt hingerichtet.

http://derstandard.at/1395363087025/Foltervorwuerfe-gegen-pro-russische-Streitkraefte-auf-der-Krim

Ach ja, was hat sich die Ex-Porno-Darstellerin erwartet?
Als nächstes kommt ein Ex-Drogendealer und will auch plötzlich "national" sein oder wie? ;)

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