Novi-Sad beendet serbisches Cup-Finale:
Spieler verlassen in 80. Minute das Feld

Umstrittene Schiedsrichterentscheidungen sind schuld Boban Dimitrovic erzählt von häufigen Schiebungen

Novi-Sad beendet serbisches Cup-Finale:
Spieler verlassen in 80. Minute das Feld

Ein Novi-Sad-Treffer war in der 80. Minute von Schiedsrichter Slobodan Veselinovic aberkannt worden. Kurz zuvor hatte der Referee zudem den Belgradern einen umstrittenen Elfmeter zuerkannt, den Zvonimir Vukic verwertete. Vojvodina-Coach Zoran Milinkovic ordnete seinem Team darauf an, abzutreten und verweigerte auch die Teilnahme an der Pressekonferenz. Auch die Sieges-Zeremonie wurde von den abgetretenen Verlierern boykottiert.

"Es ist bedauerlich, wie das Match zu Ende gegangen ist. TV-Wiederholungen werden zeigen, dass der Schiedsrichter die richtigen Entscheidungen getroffen hat", betonte Partizan-Coach Aleksandar Stanojevic. Grund, um sich zu beschweren, hätte sein eigenes Team, da die Partie aufgrund der Verspätung von Vojvodina-Fans 30 Minuten später angepfiffen worden war.

Häufige Schiebungen bei Spielen
Die ganze Sache ist pikant, da etwa Boban Dmitrovic erst vor kurzem in einem Interview mit der internationalen Profi-Fußballervereinigung (FIFPro) darauf verwiesen hatte, dass in Serbien Matches verschoben worden sind. "In allen Fällen haben sich die beiden Vereine vor dem Spiel über den Ausgang geeinigt. Die Spieler wurden mittels Zettel darüber informiert. Sie mussten kooperieren, um ihre Karriere nicht in Gefahr zu bringen", sagte der 39-Jährige, der in Österreich für den GAK und Sturm Graz gespielt hat.

(apa/red)