November 2006 ist der wärmste seit 1950:
Österreicher geben Klimawandel die Schuld

30-Jährige betroffener von Situation als 50-Jährige Mehrheit fürchtet ein Ausbleiben von Naturschnee

November 2006 ist der wärmste seit 1950:
Österreicher geben Klimawandel die Schuld

Der November dieses Jahres ist der wärmste seit 1950. Immer noch ist kein Schnee in Sicht. Die Österreicher geben die Schuld an diesem Wetterzustand der Klimaerwärmung, dies besagt eine aktuelle Studie. 60 Prozent der Österreicher befürchten, dass es im Jahr 2050 überhaupt keinen Naturschnee mehr in Skigebieten geben wird.

15 Grad plus Mitte Dezember und weit und breit kein Schnee in Sicht. Fast zwei Drittel der Bevölkerung glauben deshalb, dass die derzeitigen Temperaturen und der geringe Schneefall ein Resultat des Klimawandels sind. Das ist das Ergebnis einer Umfrage von Infoscreen-Monitor, einer Kooperation zwischen Infoscreen und dem Marktforscher OGM.

Über 50-Jährige weniger kritisch
Immerhin glauben 63 Prozent der Österreicher, dass der Klimawandel Schuld am milden Winterwetter und am Schneemangel ist. "Die Unter-30-Jährigen sehen das viel kritischer als die 50-Plus-Generation", erklärt OGM-Experte Peter Hajek: "Das dürfte damit zusammenhängen, dass die junge Generation von den möglichen Klimaauswirkungen viel stärker betroffen sein wird."

Mehrheit hat Angst vor ausbleibendem Naturschnee
Eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung beurteilt die Zukunft des österreichischen Wintertourismus pessimistisch: Denn 60 Prozent befürchten, dass es im Jahr 2050 in den meisten Skigebieten Österreichs nicht mehr ausreichend Naturschnee geben wird. Mehr als ein Viertel der Österreicher sieht dem zukünftigen Winterwetter und dazugehörigen Schnee allerdings gelassen entgegen. Immerhin glauben 28 Prozent der Bevölkerung, dass man auch im Jahr 2050 noch problemlos die Pisten hinunterwedeln kann.

(apa/red)