Notenpresse von

Fed wirft Gelddrucker an

US-Notenbank greift Wirtschaft mit 267 Milliarden Dollar unter die Arme

Notenpresse - Fed wirft Gelddrucker an © Bild: Reuters/Beawiharta

Die US-Notenbank stützt die strauchelnde Wirtschaft weiter und will notfalls auch die Notenpresse wieder kräftig anwerfen. Die Federal Reserve beschloss am Mittwoch, dafür rund 267 Milliarden Dollar in die Hand zu nehmen.

Sie schichtet dafür aber nur ihre Wertpapierbestände so um, dass langfristige Zinsen sinken und sich Kredite verbilligen können. Notenbankchef Ben Bernanke sprach dennoch von einem substanziellen Schritt zur Erholung der Wirtschaft, dem weit größere folgen könnten: "Wir würden sicherlich auch weitere Staatsanleihen-Käufe in Erwägung ziehen, wenn die Wirtschaft einer weiteren Stärkung bedarf."

Den ultraniedrigen Leitzins von null bis 0,25 Prozent belässt die Fed bis mindestens Ende 2014 auf sehr niedrigem Niveau. Durch die ergriffenen Maßnahmen hofft man, dass sich das von der Euro-Krise verdüsterte finanzpolitische Umfeld aufhellt.

Keine große Konjunkturstütze
Die US-Börsen reagierten zunächst verhalten auf den Zinsentscheid und notierten kaum verändert. "Die Verlängerung der Operation Twist ist zurückhaltend und behutsam", meint US-Ökonom Joseph Trevisani von Worldwide Markets. Die Notenbanker signalisierten damit ihre Sorge um die US-Konjunktur, ohne den Dollar zu schwächen. Einige Experten hatten jedoch darauf spekuliert, dass die Fed bereits jetzt eine dritte groß angelegte geldpolitische Lockerung - im Fachjargon QE3 genannt - einleiten würde.

Die Fed reiht sich mit ihrem Beschluss in den Kreis der Notenbanken ein, die angesichts der globalen Konjunkturabkühlung Impulse setzen. Zuletzt hatten die chinesische Zentralbank, die Bank von England und die Europäische Zentralbank (EZB) Maßnahmen gesetzt.

Kommentare

Mit fossiler Energie ist kein Wirtschaftswachstum mehr möglich Versuche ich ja völlig merkbefreiten seit Jahren zu erklären.
Siehe meine Neujahrsansprache 2009

http://politik.pege.org/2009-neujahr/

Es geht so nicht. Konjunktur -> höherer Ölpreis -> Rezession -> sinkender Ölpreis -> Konjunktur
Dies ist ein geschlossener Regelkreislauf. Einziger Ausweg: massiver Ölausstieg durch Solarstrom und elektrische Mobilität

Aber das wollen die US Bürger nicht kapieren, die EU Bürger auch nicht. Einfach mal die Handelsbilanz einger Länder ansehen, wie das Handelsbilandzdefizit seit 2000 wächst, die Ölimporte teurer werden.

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