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Österreich: Rezession bestätigt

Besserung erst 2014 wieder denkbar- Euroraum in schwerer Wirtschaftskrise

Verzeweifelter Arbeitsloser © Bild: Thinkstock

Wegen der markanten Konjunkturabschwächung in wichtigen Exportmärkten unseres Landes hat die Oesterreichische Nationalbank (OeNB) die Wachstumsprognose für Österreich deutlich gesenkt. Für 2012 rechnet sie nur noch mit 0,4 Prozent realem Plus, um einen halben Prozentpunkt weniger als noch im Juni. Noch markanter fällt die Abwärtsrevision für kommendes Jahr aus: 2013 soll die Wirtschaft um 0,5 Prozent wachsen, im Sommer waren da noch 1,7 Prozent erwartet worden. Mit einem beschleunigten Wachstum von 1,7 Prozent wird erst für 2014 gerechnet, wie die OeNB am Freitag bekanntgab.

Auch die wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum befinde sich eindeutig in einer Rezessionssituation, sagte OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny am Freitag anlässlich der Herbstprognose in Wien. Der Tiefpunkt der Konjunktur werde in diesem Quartal erreicht sein. Aufgrund der Erfahrungen der letzten Monate könne er aber nicht ausschließen, dass dieser Punkt wieder nach hinten verschoben werden muss.

Erstmals hat Nowotny die Prognoserevisionen der EZB vorgelegt. Demnach wurde die Wachstumsprognose für 2012 von ursprünglich -0,1 Prozent auf -0,4 Prozent und zuletzt auf -0,5 Prozent reduziert. Für 2013 fielen die Revisionen noch dramatischer aus, nämlich von ursprünglich 1,1 Prozent Plus auf 1,0 Prozent, dann 0,5 Prozent und zuletzt auf -0,3 Prozent.

Das Bild der gestern veröffentlichten EZB-Prognose sei zwiespältig. Einerseits gebe es positive Signale am Anleihemarkt, wo die Renditeaufschläge seit Jahresmitte deutlich zurückgegangen seien, andererseits hätten sich die Aktienmärkte sehr gut entwickelt - wenn man dies als vorauseilenden Indikator sehen wolle. Bei der Inflation sehe man eine sinkende Tendenz, eine tendenziell positive Entwicklung.

Auch Deutschland betroffen

Die Deutsche Bundesbank stimmt in den Chor der Konjunkturpessimisten ein. 2013 traut die Notenbank der deutschen Wirtschaft nur noch ein Miniwachstum zu. Die gute Nachricht: Der Arbeitsmarkt scheint robust genug, um die Schwächephase zu überstehen.


Die deutsche Wirtschaft wird 2013 nach Einschätzung der Bundesbank nur noch minimal zulegen. Die Notenbank kappte ihre Prognose aus dem Sommer deutlich von 1,6 Prozent auf 0,4 Prozent. Das Wachstum dürfte "angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage in Teilen des Euroraums und der weit verbreiteten Verunsicherung geringer ausfallen", begründete die Bundesbank am Freitag in ihrer halbjährlichen Konjunkturprognose.

Für das laufende Jahr veranschlagt die Bundesbank nun eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 0,7 Prozent. Im Juni waren die Notenbanker noch von 1,0 Prozent Wachstum für 2012 ausgegangen. Für 2013 ist die Bundesbank damit deutlich pessimistischer als die deutsche Regierung, die ein Plus von 1,0 Prozent veranschlagt.

Kommentare

Die fossile Rezession. Das Wirtschaftswastum abgewürgt durch den hoeen Ölpreis. Der Lebensstandard sinkt. Nur der radikale Aufbau einer ölersetzendenIndustrie hilft. Aber dagegen sind ja unsere Politiker mit all ihren handeln uns weiter vollgas gegen die Wand zu fahren.

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