Nordkorea von

USA drohen Kim Jong-un

Ergreifen "notwendige Vorsichtsmaßnahmen" - Sprecher nennt Rhetorik "altbekannt"

Kim Jong-un mit Generälen © Bild: Reuters/AU/af

Im Konflikt mit Nordkorea hat die US-Regierung nach eigenen Angaben "alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen" eingeleitet. US-Präsidentensprecher Jay Carney sagte am Donnerstag an Bord der Air Force One, alle erforderlichen Maßnahmen würden ergriffen. Zugleich bezeichnete er die Kriegsdrohungen Nordkoreas als "altbekannte Verhaltensmuster" der Führung in Pjöngjang. Sie seien "bedauerlich, aber vertraut". Carney äußerte sich auf dem Rückflug mit Präsident Barack Obama aus dem US-Bundesstaat Kalifornien.

Der Generalstab der nordkoreanischen Volksarmee hatte zuvor mitgeteilt, es sei nun offiziell grünes Licht für einen Atomangriff auf die USA gegeben worden. Washington forderte Pjöngjang daraufhin auf, seine Kriegsrhetorik einzustellen. Das Pentagon kündigte angesichts der anhaltenden Drohungen aus Pjöngjang die Stationierung eines Raketenabwehrsystems auf der US-Pazifik-Insel Guam an.

Experten sehen Nordkorea aktuell nicht in der Lage, das US-Festland anzugreifen. Pjöngjang drohte aber mit Angriffen auf Guam und Hawaii sowie auf Südkorea und Japan, wo zehntausende US-Soldaten stationiert sind.

USA schweigen zu Raketenverlegung in Nordkorea

Die USA wollen sich nicht zur Verlegung von Mittelstreckenraketen in Nordkorea äußern. "Ich werde keine Angelegenheiten des Geheimdienstes kommentieren", sagte Regierungssprecher Jay Carney am Donnerstag. Er fügte hinzu, die USA seien gemeinsam mit anderen Ländern dabei, auf das Verhalten Nordkoreas Einfluss zu nehmen. Dabei nannte Carney ausdrücklich Russland und China.


Nordkorea hatte zuvor nach Angaben des südkoreanischen Verteidigungsministeriums eine Mittelstreckenrakete an die Ostküste verlegt. Der Anlass sei unklar, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Möglicherweise stehe ein weiterer Raketentest bevor. Der TV-Sender CNN sprach von möglicherweise zwei verlegten Raketen.

Ban fordert von Nordkorea Kurswechsel

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon hat Nordkorea im Konflikt mit den USA und Südkorea zu einem Kurswechsel aufgerufen. "Atomwaffen sind kein Spielzeug", betonte der Südkoreaner am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Madrid. Es bestehe die Gefahr, dass der Konflikt auf der koreanischen Halbinsel außer Kontrolle gerate. Die USA haben unterdessen nach eigenen Angaben "alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen" eingeleitet.

US-Präsidentensprecher Jay Carney sagte am Donnerstag an Bord der Air Force One, alle erforderlichen Maßnahmen würden ergriffen. Zugleich bezeichnete er die Kriegsdrohungen Nordkoreas als "altbekannte Verhaltensmuster" der Führung in Pjöngjang. Sie seien "bedauerlich, aber vertraut". Carney äußerte sich auf dem Rückflug mit Präsident Barack Obama aus dem US-Bundesstaat Kalifornien.

Jeder Fehler könnte Krise auslösen

Der Generalstab der nordkoreanischen Volksarmee hatte zuvor mitgeteilt, es sei nun offiziell grünes Licht für einen Atomangriff auf die USA gegeben worden. Washington forderte Pjöngjang daraufhin auf, seine Kriegsrhetorik einzustellen. Das Pentagon kündigte angesichts der anhaltenden Drohungen aus Pjöngjang die Stationierung eines Raketenabwehrsystems auf der US-Pazifik-Insel Guam an.

"Man hat die Dinge zu weit getrieben", sagte Ban nach einem Treffen mit dem spanischen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy. "Ich bin besorgt, denn jeder Kalkulationsfehler und jede Fehleinschätzung können in der jetzigen Lage auf der koreanischen Halbinsel eine Krise auslösen, die äußerst schwerwiegende Folgen hätte." Nun sollten alle Seiten zur Entspannung der Lage beitragen.

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