Nordkorea provoziert mit Insel-Beschuss:
Granatenangriff fordert zwei tote Zivilisten

USA sind empört und kündigen "maßvolle" Antwort an Seemanöver der Allianz soll Stärke demonstrieren

Nordkorea provoziert mit Insel-Beschuss:
Granatenangriff fordert zwei tote Zivilisten

Bei dem nordkoreanischen Granatenangriff auf eine südkoreanische Insel im Gelben Meer sind nach jüngsten Angaben insgesamt vier Menschen getötet worden. Am Mittwoch wurden die verkohlten Leichen zweier Arbeiter auf einer Baustelle für ein Wohnheim der Marine gefunden, berichtete der Sender KBS unter Berufung auf die Küstenpolizei in Incheon.

Unmittelbar nach dem Angriff auf die Insel Yeonpyeong hatten die südkoreanischen Behörden mitgeteilt, dass zwei Soldaten getötet wurden. Südkorea hatte das Granatfeuer aus Nordkorea erwidert. Es war einer der schwersten Angriffe auf das Nachbarland seit dem Ende des Korea-Kriegs im Jahr 1953.

Gegenschlag angekündigt
Die Regierung in Seoul kündigte bei einem neuerlichen Angriff einen "enormen Gegenschlag" an. Das ebenfalls mit weiteren Drohungen an die Öffentlichkeit getretene kommunistische und verarmte Nordkorea kam am Mittwoch mit Vorwürfen: Südkorea schade mit "rücksichtslosen militärischen Provokationen" die Beziehungen auf der Koreanischen Halbinsel und indem es humanitäre Hilfe verzögere, hieß es in der offiziellen Nachrichtenagentur KCNA. Südkorea bringe den Prozess zur Verbesserung der inter-koreanischen Beziehungen zum Entgleisen, ruiniere die bilateralen Rotkreuz-Gespräche und treibe die Situation an den Rande eines Krieges, indem es eine Politik der Konfrontation mit der Demokratischen Volksrepublik Korea verfolge.

Nordkorea hatte erklärt, die Südkoreaner hätten das Feuer eröffnet. Südkorea hielt nach eigenen Angaben kurz vor dem Beschuss durch Nordkorea ein reguläres Militärmanöver vor der Westküste ab. Die Testgeschoße seien allerdings in Richtung Westen und nicht in Richtung Norden abgefeuert worden.

Seemanöver der Allianz
Unterdessen ist ein US-Flugzeugträger zu Militärübungen mit dem Bündnispartner Südkorea in See gestochen. Die atombetriebene "USS George Washington" mit 75 Kampfflugzeugen und einer mehr als 6.000 Mann umfassenden Besatzung habe ihren Marinestützpunkt südlich von Tokio verlassen, sagte ein US-Sprecher in Seoul. Geplant sei die Teilnahme an Übungen mit Südkorea von Sonntag bis kommenden Mittwoch. "Diese Übung ist defensiver Natur", teilten die US-Streitkräfte in Korea mit. Sie sei bereits vor der "grundlosen Artillerieattacke" vom Vortag geplant gewesen. "Sie beweist die Stärke der Allianz von Südkorea und den USA und unser Bekenntnis zu regionaler Stabilität durch Abschreckung", heißt es in der Mitteilung weiter.

USA empört
Vor allem die USA zeigten sich empört über den nordkoreanischen Beschuss nahe der umstrittenen Seegrenze zwischen Nord- und Südkorea. US-Präsident Barack Obama bekräftigte die Bündnispartnerschaft mit Seoul, äußerte sich "empört". Zugleich kündigte Washington indes eine "maßvolle und gemeinsame" Antwort an, bei der China und die anderen Länder der von Pjöngjang verlassenen Sechs-Parteien-Gespräche zur Beendigung des nordkoreanischen Atomprogramms eingebunden sein sollen.

Der japanische Regierungschef Naoto Kan und der südkoreanische Präsident Lee Myung-bak vereinbarten am Mittwoch in einem Telefongespräch, eng in der Nordkorea-Frage zu kooperieren. Das von den USA geführte UNO-Kommando (UNC) in Südkorea für die Seoul unterstützenden, internationalen Truppen dort rief Nordkorea am Mittwoch zu Gesprächen auf der Ebene von Generälen über eine Deeskalation auf.

(apa/red)

Kommentare

USA empört! Man stelle sich das vor! Die Yankees sind empört. Da hört sich doch alles auf. Und eine Übung folgt mit den Süd K. Das ist wirklich die größte Kriegstreiber Bagage die jemals existiert hat. Maßvoll, natürlich, alles maßvoll, denn die Wahnsinnigen in NK haben ja Atomwaffen und könnten eventuell ZURÜCKSCHIESSEN. Warum hält sich dieses Gesindel nicht aus Angelegenheiten Anderer heraus? Diese Drohgebärden sind bedingt durch die asiatische Mentalität! Außerdem ist das keine gute Gegend für die U.S.raelis. Dort hat man ja schon erfahren müssen, daß man ein Würschtelmilitär besitzt, das nicht einmal dann stark ist, wenn es Tonnen von Eisen per qm verschüttet. Oder man wartet, bis der jeweilige Krieg schon verloren ist und schlägt sich auf die Siegerseite. SK sollte diese WPol VERSCHEUCHEN.

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typisch... Amerika!
Wichtig machen und unnötig Öl ins schon lodernde Feuer gießen!

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Re: typisch... ganz deiner Meinung! -- wie kann man nur dieses offensichtlich wahnsinnigen Kim Yong Il provozieren!?!?!?

Bei dem ist mit ALLEM zu rechnen - und der Kerl hat Atombomben!!!

Kontrollorgan melden

Bündnispartner dieser begriff erklärt sich von selbst, oder?

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Re: typisch... na irgendwie müssen, die ja ihre in den Sand gesetzt Wirtschaft durch den Afg. Krieg wieder mit einem NEUEN Krieg sanieren...solche IRREN - GEMEINSAM sind die tödlich

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