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Nordkorea: China hält Militärmanöver vor Küste der Halbinsel ab

Marine und Luftwaffe sollen dutzende Raketen abschießen - Wurde Nordkorea gewarnt?

Inmitten zunehmender Spannungen mit Nordkorea hält China ein Militärmanöver vor der Küste der koreanischen Halbinsel ab. An der "groß angelegten" Übung im Gelben Meer und im Golf von Bohai sind Marine und Luftwaffe beteiligt, wie das Verteidigungsministerium in Peking am Montagabend mitteilte.

Die Soldaten sollen vor Chinas Ostküste demnach Waffen und Flugabwehrsysteme erproben und Angriffe auf Küsten üben. Es werden auch dutzende Raketen abgeschossen.

Wie lange das Manöver dauern soll, teilte das Verteidigungsministerium nicht mit. Der Schiffsverkehr in der Region wurde bis Dienstag verboten. Unklar war auch, ob das Manöver als Warnung an Nordkorea gemeint ist.

China ist Nordkoreas wichtigster Verbündeter und Haupthandelspartner. Am Samstag hatte Peking jedoch drastischen Handelssanktionen gegen Nordkorea zugestimmt. Nach dem einstimmigen Votum im UN-Sicherheitsrat rief Chinas Außenminister Wang Yi das isolierte kommunistische Land zudem indirekt dazu auf, seine Atom- und Raketentests zu stoppen.

Nordkorea hat seit 2006 fünf Atomwaffentests vorgenommen, davon zwei im vergangenen Jahr. Trotz bereits bestehender umfassender Sanktionen treibt das Land seit Jahren sein Raketen- und Atomwaffenprogramm voran.

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