Schwere Unwetter
in Norditalien dauern an

Zwei ältere Frauen in der Toskana ums Leben gekommen

von Überflutungen in Norditalien © Bild: APA/EPA/SANDRO CAPATTI

Das Auto der beiden Todesopfer in der Toskana wurde in Sgrilozzo in der Provinz Grosseto von den Wassermassen eines über die Ufer getretenen Flusses mitgerissen, wie italienische Medien am Mittwoch berichteten. Nach Angaben von Zeugen riefen die Frauen noch, bevor ihr Auto weggeschwemmt wurde und erst nach mehr als einem Kilometer zum Stillstand kam. Auch im Badeort Orbetello gab es schwere Unwetter.

In Triest waren mehrere Straßen wegen heftiger Niederschläge nicht passierbar. Wasser und Schlamm drangen bis in die Innenstadt. Rettungsmannschaften waren in permanentem Einsatz. Sie wurden von Teams aus den Nachbarprovinzen Udine und Gorizia unterstützt.

Politiker rufen zu Maßnamen auf

Unwetter haben in Norditalien seit der vergangenen Woche Millionenschäden angerichtet. In der Hafenstadt Genua war am Donnerstag ein Mensch ums Leben gekommen. Ebenfalls betroffen waren die Stadt Parma und die Region Piemont. Ministerpräsident Matteo Renzi kündigte am Montag an, dass die Regierung zwei Milliarden Euro für Schutzmaßnahmen zur Verfügung stellen werde. Auch Präsident Giorgio Napolitano rief zu Maßnahmen auf. Außerdem kritisierte er bürokratische Engpässe und Schlamperei.

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