Nordautobahn wird gebaut: Vergabeamt bestätigt Asfinag-Entscheidung für Alpine

A5 verbindet Wien mit Mistelbach in Niederösterreich Asfinag: Beschwerden unterlegener Bieter abgelehnt

Das Bundesvergabeamt hat Grünes Licht für das Konsortium aus der österreichischen Alpine-Mayreder, der deutschen Hochtief und der französischen Egis für Planung, Bau und Betrieb der Nordautobahn Wien-Mistelbach (A5) gegeben. Die beiden Beschwerden der unterlegenen Bieter wurden nach Auskunft der Asfinag aus formalen Gründen abgelehnt.

Damit kann die staatliche Autobahnfinanzierungsgesellschaft Asfinag mit dem Konsortium in die abschließenden Finanzverhandlungen gehen, der Spatenstich für das 970 Mio.-Euro-Projekt soll Ende September erfolgen. Gegen die Auftragsvergabe hatten die beiden unterlegenen Bietergemeinschaften - Strabag, Porr und Raiffeisen ("Akor") sowie Bilfinger Berger - Beschwerde eingelegt und heftige Angriffe gegen die Asfinag geritten.

Das Projekt ist das erste Öffentlich-Private-Autobahnprojekt (Public Private Partnership, PPP) in Österreich. Die A5 verbindet Wien mit Mistelbach (NÖ), das restliche Stück zur tschechischen Grenze wurde noch nicht ausgeschrieben. Geht alles glatt, dann soll Ende September der Spatenstich erfolgen. Die nächsten Stolpersteine liegen aber bereits am Weg. Ungemach droht nicht nur von den unterlegenen Bewerbern Strabag, Porr und Raiffeisen ("Akor") sowie Bilfinger Berger, sondern auch von der Opposition.

So hat SP-Rechnungshofsprecher Günther Kräuter eine parlamentarische Anfrage gestellt und will wissen, ob es zu Ungereimtheiten gekommen ist. Ihm sei zugetragen worden, dass einer der Finanziers des Bestbieters Alpine die Hypo Alpe Adria sei, und diese wiederum sei von Asfinag-Aufsichtsratschef Johann Quendler beraten worden. Beweise dafür gebe es jedoch keine, betonte Kräuter in der Vergangenheit. Ob an den Gerüchten was dran ist, solle nun die parlamentarische Anfrage der SPÖ klären. (apa/red)