Nord- und Südkorea einig bei Bahnverkehr: Keine Angaben über Zeitpunkt der Aufnahme

Testfahrt erstmals nach 56 Jahren bereits absolviert Streitkräfte gaben Garantie für sichere Durchfahrt

Nord- und Südkorea sind sich nach südkoreanischen Angaben prinzipiell über die stufenweise Aufnahme eines regulären Betriebs zweier grenzüberschreitender Eisenbahnlinien einig. Nordkorea sei der gleichen Meinung, dass die ersten Zug- Testfahrten auch zu einem regelmäßigen Bahnverkehr führen sollten, sagte Vereinigungsminister Lee in einem Radiointerview.

"Süd- und Nordkorea stimmen darin überein, dies Schritt für Schritt zu tun", sagte der für Seouls Nordkorea-Politik zuständige Minister. Am Vortag waren zu Testzwecken zum ersten Mal seit 56 Jahren wieder zwei Züge über jeweils einen Grenzkorridor im West- und Ostteil der geteilten koreanischen Halbinsel gerollt.

Über den möglichen Zeitpunkt der Aufnahme des Bahnbetriebs machte Lee keine Angaben. Das Thema werde bei den für Ende Mai geplanten bilateralen Ministergesprächen über eine Verbesserung der Beziehungen und Zusammenarbeit weiter diskutiert.

Die vorerst einmaligen Testfahrten waren zu Stande gekommen, nachdem die Streitkräfte beider Länder in der vorigen Woche einer Garantie für die sichere Durchfahrt über die streng bewachte Grenze zugestimmt hatten. Seoul hatte jedoch vergeblich gehofft, bei den Militärgesprächen eine permanente Sicherheitsgarantie für den künftigen Bahnbetrieb zu erzielen.

Die nun wiederhergestellten Strecken waren zu Beginn des Korea- Kriegs (1950-53) unterbrochen worden. (apa/red)