Norbert Darabos von

Neuer Inseratenskandal?

Verteidigungsminister soll "Heute"-Eigentümer 150.000 Euro für Magazin hingelegt haben

Norbert Darabos - Neuer Inseratenskandal? © Bild: APA/Neubauer

Wieder droht ein neuer Inseratenskandal: Diesmal soll Verteidigungsminister Norbert Darabos involviert worden sein. Ganze 150.000 Euro habe er angeblich aus dem Marketingbudet des Heeres in ein SPÖ-nahes Stiftungsgesflecht weitergegeben.

Das Magazin "Militär Aktuell – eine Werbeschrift für die Berufsarmee" wird erstmals am 1. April erscheinen, danach soll es viermal jährlich mit einer Auflage von 32.000 Stück herausgegeben werden. Diese Geheimaktion sei am Generalstab vorbeigeplant worden, schreibt der "Kurier".

"QMM Quality Multi Media GmbH" fungiert als Herausgeber, die Firma gehört Wirtschaftstreuhänder Günther Havranek. Dieser wiederum ist Teil der Inseratenaffäre um die Gratis-Zeitung "Heute" und ein SPÖ-nahes Stiftungsgeflecht. Beide sind Untersuchungsgegenstände im Korruptionsausschuss des Parlaments. Auch die Kronenzeitung ist involviert, denn der Gesellschafter des neuen Magazins, Andreas Dressler, ist gleichzeitig Geschäftsführer des Krone-Magazins "Live".

Unterdessen fürchten Mitarbeiter des Blattes "Soldat" um ihre Posten. Denn diesem wurden vom Ministerium 90.000 Euro an Einschaltungen entzogen. Trotzdem will Eigentümerin Christine Pawlikowsky-Hanusch weiter darum kämpfen, dass es bestehen bleibt.

Als "weitere Verpolitisierung des Bundesheers" und eine "weitere schwere Beschädigung funktionierender Strukturen" empfindet das neue Projekt von Norbert Darabos ÖVP-Wehrsprecher Oswald Klikovits.