Noch kein Platz im ÖFB-Team: Arnautovic rechnet nicht mit Anruf des Teamchefs

Dem Inter-Legionär mangelt es noch an Spielpraxis Freude über Vertragsverlängerung von Constantini

Noch kein Platz im ÖFB-Team: Arnautovic rechnet nicht mit Anruf des Teamchefs © Bild: APA/Haselmayer

Österreichs Fußball-Jungstar Marko Arnautovic rechnet nicht mit einer Nationalteam-Einberufung für die beiden abschließenden WM-Qualifikationsspiele am 10. Oktober gegen Litauen und am 14. Oktober in Frankreich. Der 20-jährige Stürmer steht bei Inter Mailand zwar nach einem überstandenen Mittelfußknochenbruch bereits seit drei Wochen wieder im Mannschaftstraining, hat aber seit dem niederländischen Cupfinale Mitte Mai für Twente Enschede kein Pflichtspiel mehr bestritten.

Teamchef Dietmar Constantini, der seinen Vertrag bis Ende der EM-Quali für 2012 verlängert hat, gibt seinen Kader für das Länderspiel-Doppel am Dienstag bekannt. "Ich denke, solange ich hier nicht spiele, wird er mich nicht einberufen", erklärte Arnautovic. "Man braucht Spielpraxis, das ist ganz normal." Der Angreifer hofft, kommende Woche gegen Udinese erstmals im Serie-A-Kader von Inter zu stehen. Das Spitzenspiel am Samstag gegen Sampdoria Genua kommt wahrscheinlich noch zu früh.

Bisher hat Arnautovic nach seiner Verletzung nur ein Testspiel (3:3 gegen Lugano) absolviert. "Wenn Constantini glaubt, dass ich der Mannschaft helfen kann, werde ich natürlich alles geben", versprach Arnautovic, der bei fünf Länderspielen (0 Tore) hält. Sollte ihm die Einberufung aber wie erwartet nicht ins Haus flattern, will er in Mailand weiter konsequent an seiner Fitness arbeiten. "Wenn ich einmal ein paar Spiele gespielt habe, bin ich sicher auch wieder bereit für das Nationalteam", betonte Arnautovic.

EM 2012 ist realistisch
Die ÖFB-Entscheidung, weiter auf Constantini zu setzen, begrüßte der Italien-Legionär. "Wenn unser Trainer weiter so arbeitet, denke ich, dass wir kein schlechtes Nationalteam haben", sagte Arnautovic. "Dann können wir auch wieder einmal irgendwo mitspielen." Die WM 2010 in Südafrika müsse man angesichts der nur noch theoretischen Chancen zwar abhaken, die EM 2012 in Polen und der Ukraine sei aber ein realistisches Ziel. "Ich denke nicht, dass das zu früh kommt. Es kommt gerade rechtzeitig", meinte Arnautovic.

Zahlreiche sehr junge Spieler hätten in den vergangenen Monaten im Nationalteam überzeugt - darunter das Sturm-Duo Daniel Beichler und Jakob Jantscher sowie Austria-Verteidiger Aleksandar Dragovic, der wie Arnautovic serbische Wurzeln hat. "Wir sind im Aufbauen einer Mannschaft mit sehr vielen jungen Spielern, die gut zusammenspielen. Man sieht, dass es Veränderungen gibt", erklärte Arnautovic. Auch jene Spieler, die zuletzt nicht im Team waren, hätten sich gesteigert - zum Beispiel Ex-Kapitän Andreas Ivanschitz.
(apa/red)