Noch 47 Postämter in Prüfung: Post AG
dürfte die Mehrheit davon offen behalten

Überwiegende Zahl weist offenbar positiven Trend auf Insgesamt seit 2001 rund 1.000 Filialen geschlossen

Die börsenotierte Österreichische Post AG dürfte von den 47 noch bis Jahresende in Prüfung stehenden Postämtern die Mehrheit offen behalten. "Mehr als die Hälfte dieser Postämter weist nach dem Halbjahr einen Trend in Richtung wirtschaftliche Gesundung auf", sagte Post-Filialnetz-Vorstand Herbert Götz am Rande des Europäischen Forum Alpbach im Gespräch mit der APA.

Eine überwiegende Zahl der 47 Postämter weise einen positiven Trend auf. "Sehr viele bewegen sich in Richtung schwarze Zahlen und für die, die die Ziellinie nicht erreichen, werden wir gemeinsam mit den Bürgermeistern eine Lösung finden", sagte Götz.

Nach Klärung der Zukunft dieser 47 Postämter ist das Thema Postämterschließung für den Vorstand "erledigt" - allerdings mit der bekannten Einschränkung: "Unser Mittelfristplan läuft bis 2009. Darin sind keine weiteren Schließungen vorgesehen." Für eine längere Zeitperiode gebe es keine Unternehmensplanung. "Wir wissen nicht, wie sich der Wettbewerb entwickelt", so Götz.

Seit 2001 hat die Post in Summe rund 1.000 Filialen geschlossen. Die übrig gebliebenen 1.334 Postämter will die Post vor allem im städtischen Bereich verstärkt in Richtung "Rund-um-die-Uhr- Selbstbedienung" ausbauen. Self-Service-Automaten will die Post sowohl für klassische Postdienste wie die Briefabholung, aber auch im Bereich der Finanzdienstleistungen entwickeln. Auch bei Automaten für die Paketabholung arbeitet die Post an einem Pilotprojekt in Wien, das offenbar schon in den nächsten Wochen starten soll.

Der Vorstand der Post AG ist diese Woche neu ausgeschrieben worden. Götz wird sich für seine bisher angestammte Funktion wieder bewerben.(apa)