No Space für verurteilte Sexualstraftäter: MySpace löscht die Seiten von Triebtätern

Internet-Kontaktplattform will Jugendliche schützen Daten von Sexualverbrechern sind in USA öffentlich

Die Internet-Kontaktplattform MySpace hat die Einträge von einigen Tausend verurteilten Sexualverbrechern gelöscht. Damit sollten die jüngeren Benutzer vor bösartigen Erwachsenen geschützt werden, sagte der MySpace- Sicherheitschef Hemanshu Nigam am Dienstag.

Am Vortag hatten die Generalstaatsanwälte von mehreren US-Bundesstaaten von der Tochter des Medienkonzerns News Corp verlangt, die Daten von Sexualstraftätern auszuhängigen. Nigam wies darauf hin, dass die US-Gesetze zum Datenschutz dies untersagten. "Wir werden alle legalen Mittel nutzen, damit die Informationen über diese Triebtäter an die zuständigen Behörden gelangen", versicherte er aber.

MySpace von Opfern verklagt
In den USA müssen sich verurteilte Sexualstraftäter bei den Behörden melden. Ihre Namen und Adressen werden in Datenbanken registriert. MySpace glich nach eigenen Angaben diese Informationen mit den Einträgen seiner 175 Millionen Nutzer ab. Der Plattform ist vorgeworfen worden, nicht genug zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Triebtätern zu tun. Im Jänner wurde MySpace von Eltern verklagt, deren Töchter Opfer von sexuellen Übergriffen wurden. (APA/red)