Nissan baut weltweit 20.000 Arbeitsplätze ab: Rechnet mit Nettoverlust von 2 Mrd. Euro

"Die schlimmsten Befürchtungen wurden übertroffen" Globale Autoindustrie befindet sich zurzeit in Aufruhr

Nissan baut weltweit 20.000 Arbeitsplätze ab: Rechnet mit Nettoverlust von 2 Mrd. Euro

Der japanische Renault-Partner Nissan Motor rechnet wegen der globalen Absatzkrise ebenfalls mit Milliardenverlusten und baut weltweit 20.000 Stellen ab. Wie Japans drittgrößter Autobauer bekanntgab, dürfte zum Ende des noch bis 31. März laufenden Geschäftsjahres ein Nettoverlust von 265 Mrd. Yen (2,27 Mrd. Euro) anfallen.

Auch beim Betriebsergebnis steuert Nissan auf einen Verlust von 180 Mrd. Yen zu bei einem Umsatz von 8,3 Bill. Yen. Durch den Stellenabbau sinkt die Mitarbeiterzahl auf 215.000.

Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres fuhr das Unternehmen einen Nettoverlust von 83,2 Mrd. Yen (713 Mio. Euro) ein. Im Vorjahreszeitraum hatte Nissan noch einen Gewinn von umgerechnet 1,1 Mrd. Euro gemacht.

Im Oktober hatte der Autobauer noch einen Betriebsgewinn von 270 Mrd. Yen in Aussicht gestellt. "Bei jedem Planungsszenario, das wir erstellt haben, wurden unsere schlimmsten Befürchtungen über den Zustand der Weltwirtschaft bestätigt oder übertroffen", sagte Nissan-Präsident Carlos Ghosn. "Die weltweite Autoindustrie ist im Aufruhr, Nissan ist keine Ausnahme", fügte er hinzu.

Die andauernde Kreditkrise und das sinkende Verbrauchervertrauen seien dabei die schlimmsten Faktoren, sagte er. Hinzu kommt der starke Yen. Als Folge rechnet Nissan nun mit dem ersten operativen Verlust seit 14 Jahren und dem ersten, seit Renault 1999 bei Nissan einstieg und Ghosn als Sanierer nach Tokio schickte. (apa/red)