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Niki - Ryanair will Teile der insolventen Airline kaufen

Irische Billigfluglinie kontaktierte österreichischen Verwalter der Niki Luftfahrt GmbH

Fluglinie Niki © Bild: APA/AFP/ALEX HALADA

Die irische Billigfluglinie Ryanair hat Interesse an Teilen der Air-Berlin-Tochter Niki angemeldet. "Ryanair hat heute (15. Januar) bestätigt, dass es die österreichischen Verwalter der Niki Luftfahrt GmbH kontaktiert und Interesse an der Teilnahme am Insolvenzverfahren sowie einem möglichen Kauf von verbleibenden Teilen der Niki bekundet hat", teilte die Airline am Montagabend in einer knappen Aussendung mit.

Ryanair hatte im Dezember entgegen einer früheren Ankündigung doch kein Gebot für die insolvente Niki abgegeben. Beim ersten Insolvenzverfahren in Deutschland hatte das britisch-spanische Luftfahrtunternehmen International Airlines Group (IAG), Mutterkonzern von British Airways und Iberia, mit seiner Billigfluglinie Vueling den Zuschlag erhalten. Außerdem gaben der britische Reisekonzern Thomas Cook mit seiner Airline Condor sowie Niki Lauda ein Kaufangebot ab.

Durch die Entscheidung des Gerichts in Korneuburg, in Österreich über die Fluglinie Niki ein Hauptinsolvenzverfahren zu eröffnen, gibt es nun in Deutschland und Österreich zwei gleichberechtigte Verfahren. Dadurch gibt es zwei Insolvenzmassen - eine in Deutschland, eine in Österreich. Die österreichische Masseverwalterin Ulla Reisch kann aber wohl nur die österreichischen Vermögen verkaufen.

Niki Lauda gab gestern bekannt, einen neuen Versuch zu unternehmen, seine frühere Ferienfluglinie Niki zurückzukaufen.

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