Niki-Pleite von

"Fliegender Wechsel" kann
Mitarbeitern Probleme bereiten

AKNÖ-Wieser: Sogar Schadenersatz-Forderungen könnten drohen

Niki-Pleite - "Fliegender Wechsel" kann
Mitarbeitern Probleme bereiten © Bild: APA/ROBERT JAEGER

Die Niki-Beschäftigten haben in ihrer schwierigen Lage mit erneuten Unklarheiten zu kämpfen. Ein "fliegender Wechsel" zu anderen Unternehmen sei nämlich derzeit nicht ohne Weiteres möglich. "Es können dabei sogar Schadenersatz-Forderungen und andere Widrigkeiten für die Beschäftigten drohen", so Markus Wieser, Präsident der Arbeiterkammer Niederösterreich (AKNÖ) und ÖGB-NÖ-Vorsitzender .

Wieser hielt am Dienstag gemeinsam mit AKNÖ-Experten, Vertretern des Betriebsrates und der Gewerkschaft GPA-DJP eine Info-Versammlung im Office Park am Airport ab. Sein Appell: "Jede Situation ist individuell zu prüfen, damit arbeitsrechtliche Probleme vermieden werden. Wir stehen den Betroffenen hier jederzeit als starker Partner zur Seite."

Arbeitnehmer verfügen über aufrechtes Dienstverhältnis

Für die Niki-Beschäftigten in Österreich liege kein Insolvenzantrag vor, auch das November-Gehalt sei überwiesen worden. Die Arbeitnehmer verfügen damit laut Wieser über ein aufrechtes und reguläres Dienstverhältnis. Es lägen jedenfalls derzeit keine Gründe vor, die einen "berechtigten vorzeitigen Austritt" ermöglichen. Das bedeute aber auch, dass Kündigungsfristen und andere Kollektivvertrags-Vereinbarungen unbedingt zu beachten und einzuhalten seien. Sollte der Arbeitsplatz ohne entsprechende Vereinbarung gewechselt werden, könne es zu Schadenersatz- oder Rückzahlungs-Forderungen vom ehemaligen Dienstgeber kommen.

Für alle Fragen ist die Hotline der AK NÖ erreichbar: Tel.: 05 7171 20100 bzw. flyniki@aknoe.at.

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