Niki vergrößert die Flotte: Airbus A319 soll Billigfluglinie kräftiges Wachstum bescheren

Lauda pilotierte den neuen Jet persönlich nach Wien Maschine mit 150 Sitzen soll neue Strecken anfliegen

Niki vergrößert die Flotte: Airbus A319 soll Billigfluglinie kräftiges Wachstum bescheren

Airline-Gründer Niki Lauda hat persönlich einen Airbus A319 vom Airbus-Werk Hamburg-Finkenwerder nach Wien pilotiert. Damit wächst die bisher aus fünf A320 und eine A321 bestehende Niki-Flotte auf sieben Flugzeuge an. Der neue Flieger spielt eine wichtige Rolle im geplanten weiteren Wachstum von Laudas Billigfluggesellschaft "Niki", an der die deutsche Air Berlin 24 Prozent hält.

Im laufenden Jahr 2007 sollen 1,7 bis 1,8 Millionen Fluggäste befördert werden, nach 1,3 Millionen im Jahr 2006. Dieses Wachstum soll aus einem um 30 Prozent verstärkten Sitzplatzangebot durch zwei neue Flugzeuge kommen. Der Umsatz soll heuer von 145 auf 190 Mio. Euro wachsen.

Das Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit sei im Vorjahr trotz der hohen Kerosinpreise "deutlich" positiv ausgefallen, sei aber "unter einer Million Euro" gelegen, sagte Niki-Finanzchef Gottfried Neumeister. Der Gewinn soll sich im laufenden Jahr weiter verbessern.

Auch bei wieder steigenden Kerosinpreisen oder anderen Kostenbelastungen wie etwa einer Kerosinbesteuerung oder Emissionshandel will Lauda am Mindestpreis von 29 Euro (einfach, einschließlich Steuern und Gebühren) für rund ein Zehntel der Flüge festhalten.

150 Sitze für neue Strecken
Die Entscheidung für das neue Modell aus der "A320-Familie" sei auf Grund von Qualität, Wirtschaftlichkeit im Flugbetrieb und Komfort gefallen, erklärte Niki Lauda. Die neue Maschine sei mit 150 Sitzplätzen und dank der günstigen Kostenstruktur ideal zum Einsatz auf neuen Strecken. Die neu designte Kabine des A319 zeichnet sich durch mehr Stauraum, höhere Helligkeit, geringeres Gewicht und geringere Geräuschentwicklung aus.

Ende März nimmt Niki erstmals Moskau ins Streckennetz. Weiteres Wachstum soll aus einer Verstärkung der Strecken Wien nach Paris, Frankfurt, Amsterdam und Zürich kommen.

(apa/red)