Nigeria von

Boko Haram entführte
500 junge Frauen und Kinder

Bewohner: Etwa 50 von ihnen wurden sofort getötet, die übrigen mitgenommen

Boko Haram © Bild: REUTERS/Emmanuel Braun

Die radikal-islamische Miliz Boko Haram hat nach Angaben von Augenzeugen erneut Hunderte Menschen in Nigeria verschleppt und Dutzende getötet. Die Extremisten hätten etwa 500 junge Frauen und Kinder in dem Ort Damasak gefangen genommen, sagte ein Händler aus der Stadt im Norden des Landes der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag.

Anschließend hätten sie ungefähr 50 getötet und die übrigen mit sich genommen. "Wir wissen nicht, ob sie noch andere getötet haben, nachdem sie weg waren." Ein führender Armeevertreter in der Region sagte, ihm lägen Berichte von Bewohnern vor, wonach zwischen 400 und 500 Frauen und Kinder entführt worden seien.

Vor etwa einem Jahr hatte die Miliz mehr als 200 Schülerinnen verschleppt und damit weltweit für Entsetzen gesorgt. Zuletzt hatte Nigerias Militär gemeinsam mit Tschad und Niger den Druck auf Boko Haram erhöht und mehrere Ortschaften befreit, darunter auch Damasak. Die Miliz hat ihre Hochburgen im Norden Nigerias.

Verstärkte Sicherheitsmaßenahmen für Wahlen

Die nigerianische Polizei hat für die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen am kommenden Samstag strenge Sicherheitsvorkehrungen angekündigt. Wie Polizeichef Suleiman Abba am Dienstag mitteilte, gilt für die Wahlzeit zwischen 08.00 und 17.00 Uhr ein absolutes Fahrverbot. Ausgenommen sind lediglich Kranken- und Feuerwehrwagen sowie andere "unbedingt notwendige" Fahrzeuge.

Am Wahltag wurden unter anderem Angriffe und Selbstmordanschläge, aber auch andere politisch motivierte Gewalttaten befürchtet. Die Wahlkommission hatte die ursprünglich für den 14. Februar geplanten Wahlen wegen der anhaltenden Kämpfe gegen die Islamistenmiliz Boko Haram um sechs Wochen verschoben. Zur Begründung hieß es, wegen der Kämpfe stünden nicht genügend Soldaten zur Absicherung der Wahllokale zur Verfügung.

Kommentare

strizzi1949
strizzi1949 melden

Wo treiben sich eigentlich all die Menschenrechtsorganisationen herum? Wo ist Amnesty?
Wieso machen die nicht Druck auf die UNO? Warum schauen die alle zu dort?

Eloy melden

Die beste Lösung wäre, wir schicken ein paar Geologen in die Gegend, sie sollen den Untergrund nach Öl absuchen. Sind sie fündig, glauben sie mir dann wird das Problem von der internationalen Gemeinschaft sehr schnell gelöst ...

Seite 1 von 1