Nigeria von

Anschläge auf Christen

Radikal-islamische Sekte Boko Haram hinter Terrorangriff vermutet

Nigeria - Anschläge auf Christen © Bild: Reuters

Bei einem Terroranschlag auf eine christliche Universität im Norden Nigerias sind Augenzeugen zufolge mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. In der katholischen "Bayero University" in der Stadt Kano seien drei Bomben explodiert, während dort gerade die Sonntagsmesse zelebriert wurde, berichteten die Augenzeugen. Die Zahl der Opfer könnte noch steigen.

Die Attacke ereignete sich um acht Uhr früh. Augenzeugen berichteten, die Angreifer seien in einem Auto und mit Motorrädern gekommen, hätten das Feuer eröffnet und Sprengsätze geworfen. Anschließend hätten sie die fliehenden Gottesdienstbesucher verfolgt und niedergeschossen. "Wir sprachen gerade Gebete, als der Sprengstoff explodierte", sagte die Studentin Maria Jatau. "Ich kann nicht sagen, ob es sich um Selbstmordattentäter handelte, aber viele Leute wurden verletzt." Der Student Abel Onoja erklärte, dass vermutlich mehr als acht Menschen den Bomben zum Opfer gefallen sind. "Ich habe mehrere Leichen gesehen, und viele Leute haben das Bewusstsein verloren."

Zunächst bekannte sich niemand zu der Tat. Es wurde jedoch vermutet, dass die islamistische Sekte Boko Haram für die Anschläge verantwortlich ist. Die Gruppe, die sich selbst auch die "nigerianischen Taliban" nennt, terrorisiert seit vielen Monaten das westafrikanische Land.

Bei Anschlägen auf das UNO-Hauptquartier in der Hauptstadt Abuja, auf Kirchen, Polizeistationen und Lokale, in denen Alkohol ausgeschenkt wird, hatten die Islamisten in den vergangenen Monaten Hunderte von Menschen getötet. Erst in der vergangenen Woche waren bei zwei koordinierten Anschlägen auf die Büros nigerianischer Zeitungen in Abuja und Kaduna mehrere Menschen getötet und zahlreiche andere verletzt worden. Die Angriffe richten sich speziell gegen Christen, die im muslimisch geprägten Norden des Landes leben.

Kommentare

Nun... kann die Gewaltspirale nicht mehr aufgehalten werden. Europa darf sich daher schon mal auf noch mehr Flüchtlinge aus dieser Region einstellen. Glücklicherweise speist der europäische Steuerzahler seine Sozialwerke mit seinem Steuergeld damit die Flüchtlinge auch ordentlich versorgt und untergebracht werden können.

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