Niessl stürzt sich in den Wahlkampf: SPÖ
Burgenland will über 50 Prozent erreichen

Bundespartei leistet beim Wahlauftakt Schützenhilfe Landesfürst sieht sich mit einer Anzeige konfrontiert

Niessl stürzt sich in den Wahlkampf: SPÖ
Burgenland will über 50 Prozent erreichen © Bild: APA/Pfarrhofer

Die burgenländische SPÖ hat offiziell den Wahlkampf für die kommende Landtagswahl begonnen. Die nach Oberwart gekommenen SPÖ-Sympathisanten zeigten sich optimistisch, bei der Wahl am 30. Mai die absolute Mehrheit verteidigen zu können. 2005 wurden noch 52,18 Prozent erreicht, laut den Umfragen der vergangenen Wochen steht die Partei derzeit bei knapp unter 50 Prozent.

Vor der Veranstaltung hatte die SPÖ Lautsprecherwagen durch Oberwart geschickt, um die Bewohner auf die Großveranstaltung in der "Inform-Halle" des Messezentrums aufmerksam zu machen.

Zum offiziellen Wahlkampfauftakt holte sich Niessl auch Schützenhilfe aus der Bundespartei, allen voran durch Kanzler Werner Faymann. Erwartet wurden auch Verteidigungsminister Norbert Darabos und die beiden Bundesgeschäftsführer Laura Rudas und Günther Kräuter.

Inoffiziell steht die burgenländische SPÖ freilich bereits seit Monaten im Wahlkampf - spätestens seit der Ankündigung von Innenministerin Maria Fekter vom vorigen Dezember, ein Asylaufnahmezentrum im südburgenländischen Eberau unterzubringen. Der Plan ist mittlerweile zwar vom Tisch, trotzdem bleibt die ÖVP-Ministerin im Fokus der burgenländischen SP-Kampagne: Erst jüngst wurde mit Unterstützung der Bundes-SPÖ der Plan verkündet, den wegen hoher Kosten und geringer Erfolgsquote in der Kritik stehenden Assistenzeinsatz des Bundesheeres im Burgenland auf unbestimmte Zeit zu verlängern, sollte Fekter nicht 500 zusätzliche Polizisten ins Burgenland schicken.

"Rachefeldzug" Fekters
Just zum Start des Wahlkampfes sei man aber mit einer Anzeige gegen Niessl im Zusammenhang mit Inseraten des Landeschefs in Printmedien konfrontiert. Der Obmann der Freien Bürgerliste (FBL), Wolfgang Rauter, hatte ihm vorgeworfen, SPÖ-Inserate aus Mitteln der Landesregierung zu finanzieren. Der burgenländische SP-Chef spricht nun von einem "Rachefeldzug" von Innenministerin Maria Fekter, welche eine Sonderkommission eingerichtete habe. Sie "kann es nicht verkraften", dass das geplante Erstaufnahmezentrum in Eberau nicht gebaut wird, meinte Niessl.

Trendwende am Arbeitsmarkt
Niessl sieht durch diese Debatte die "gute Entwicklung" des östlichsten Bundeslandes überdeckt, verwies er etwa darauf, dass das Burgenland die "Trendwende" am Arbeitsmarkt geschafft habe. Zudem kündigte er eventuell noch vor der Wahl eine "für Österreich bedeutende" Betriebsansiedlung an. Genaueres hierzu war ihm allerdings nicht zu entlocken.
(apa/red)

Kommentare

Natürlich ist die \"Absolute\" für die SPÖ denkbar ... ... und möglich.
Sagt doch schon ein altes Sprichwort: "Die Dummen sterben nicht aus".
Warum sollte das in der Politik anders sein? ;-)

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