"Niemand stirbt, ohne gerächt zu werden": Zawahiri kündigt Rache für Zarqawis Tod an

EL-Kaide-Vize ruft Rebellen auf, Kampf fortzusetzen Terrorist wendet sich in Botschaft auch direkt an Bush

El-Kaida-Vizechef al-Zawahiri hat den Vereinigten Staaten mit gewaltsamer Rache für den Tod von Abu Mussab al-Zarqawi gedroht. "Niemand von uns wird getötet, ohne gerächt zu werden", sagte Zawahiri in einem vom Fernsehsender Al Jazeera ausgestrahlten Videoband.

Die Aufnahmen zeigen Zawahiri vor einem Foto des irakischen El- Kaida-Führers Zarqawi, der am 7. Juni bei einem US-Angriff starb. Den irakischen Ministerpräsidenten Nuri el Maliki bezeichnete Zawahiri in seiner Ansprache als Verräter. Er rief alle Rebellen im Irak auf, ihren Kampf fortzusetzen. Das Weiße Haus wertete die Aufnahmen als Teil eines "Propagandakriegs".

In seiner Ansprache wandte sich Zawahiri direkt an US-Präsident Bush: "Dein Versuch, von der Sicherheits zu träumen, ist vergeblich." Damit stellte Zawahiri einen Bezug zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001 her. Er erinnerte daran, dass Al-Kaida-Chef Osama bin Laden einst geschworen habe, "dass Amerika nicht den Traum der Sicherheit träumen wird". An die US-Bevölkerung gerichtet sagte Zawahiri: "Sagt mir, wie viele von Euch schon (im Irak) gestorben sind, wie viel Eure Wirtschaft verloren hat, wie die Moral Eurer Soldaten sinkt."

Schon zuvor wurde im Internet eine Botschaft Zawahiris veröffentlicht, die aber bereits am 30. Mai aufgenommen wurde. Darin rief er die Menschen in Afghanistan zum Widerstand gegen die ausländischen Truppen im Land auf. (apa/red)